Bourne. Jason Bourne. Ach nee…

Jason Bourne (oder wie er auch immer heißt) ist einer der Agenten, die unsere Kinoleinwand beherrschen. James Bond, Ethan Hunt und eben Jason Bourne. 2002 fing es an, Die Bourne Identität, mit Matt Damon und Franka PotenteJulia Stiles spielte auch damals schon mit. Der “blutjunge” Matt Damon, damals süße 32 Jahre alt, hat den getriebenen Mann gespielt, den Agenten, der nicht mehr weiß, dass er ein Agent ist, aber merkt, dass er Fähigkeiten hat – und Instinkte.

3 Filme später, einer davon ohne Matt Damon, was gibt es da noch zu erzählen? Gibt es etwas Neues? Wissen wir nicht schon alles über Jason Bourne?

Offensichtlich nicht – zumindest ein paar Bröckchen werden uns hingeworfen, neue Informationen, neue Rückblenden und neue Erinnerungen. Dass Jason Bourne nicht Jason Bourne ist, wussten wir ja schon etwas länger – dass aber noch mehr dahintersteckt, als geahnt, das wird uns hier als “Knochen” hingeworfen.

Richtig zubeißen können wir aber nicht, dafür gibt es zu viele andere Handlungsstränge und man wird wie an einer Leine zurückgehalten, als ob diese Informationen noch in einem zweiten Film verwertet werden sollen.

Ich hatte bei diesem Film das Gefühl, dass ich auch bei dem dritten Film der Tribute von Panem-Reihe hatte. Ein Lückenfüller. Ein gut gemachter Lückenfüller, aber dennoch irgendwie nicht mehr. Er soll vorbereiten, soll einen am Steak schnuppern lassen, es erahnen, aber irgendwie hat mich der Film unbefriedigt zurückgelassen.

Total befriedigend fand ich hingegen die Darstellung von Matt Damon und von meiner persönlichen Überraschung Alicia Vikander – sie hat es geschafft, nicht ein einziges Mal zu lächeln und hat die perfekte aufstrebende Agentin gespielt, ich bin sehr beeindruckt. Offensichtlich hat sie ihren Oscar nicht umsonst gewonnen, sondern sehr berechtigt.

Ich hoffe und bete, dass es einen nächsten Bourne-Film gibt, denn dieser Film war “nicht Fisch und nicht Fleisch”, auch wenn er solide und gut war, war er doch gefühlt nur ein Zwischenstück.

Gott sei dank nicht in 3D. Das wäre nicht passend gewesen für diesen Film.

Für die Statistik (Samstag, Düsseldorf, iSense):
Gesamt-Besucherzahl: ca. 450
Bis das Licht anging saßen noch: ca. 350
Am Ende des Abspanns saßen noch: n/a (<12)

Who you gonna call??

Ghostbusters!! When there’s something strange in your neighborhood….

Noch ein Remake. Wieder wird ein Klassiker, ein Film, mit dem ich groß geworden bin, neu verfilmt. Gut? Schlecht? Besser? Schlechter?

Fest steht, dass ein großer Aufschrei durch das Internet ging, als es hieß: Ghostbusters wird neu verfilmt. Der zweite Aufschrei passierte, als feststand, dass die “neuen” Ghostbuster weiblich sind. Oh. Mein. Gott. Revolution! Demonstration! Das geht doch nicht! Oder geht es doch?

Ich bin (wieder einmal) mit relativ niedrigen Erwartungen in den Film gegangen, der letzte von uns gesehene Film mit Melissa McCarthy war für meinen Geschmack ein wenig überdreht – der Humor war speziell. Ich hatte Angst, dass es in diesem Film wieder so würde. Meine Angst war jedoch unbegründet.

Die Ghostbuster sind 4 unglaublich starke, selbständige und mutige Frauen. Sie setzen sich durch – gegen die “Obrigkeit”, die ihnen nicht glaubt (oder doch?). Gegen die Neider und vor allem: sie setzen sich ein. Füreinander, miteinander, für das Richtige.
Die Story ist irgendwie witzig – es ist nicht das anspruchsvollste Thema, auch wenn sich viele Parallelen zur heutigen Welt finden lassen, ist die Geschichte doch eher eine sanfte Unterhaltung und kein grundtiefes Motto, das einen mit einem Lebensratschlag zurücklässt. Aber gut, das war der erste Film ja auch schon nicht.

Also… Frauen. Eigentlich ist es egal, ob es Frauen sind oder Männer. Es geht um 4 Persönlichkeiten, die zusammenkommen, die eine Gemeinsamkeit finden, den einen Schnittpunkt, der sie alle verbindet, und dann gemeinsam die Welt retten. Geschichten, die für Held(inn)en geschrieben sind.
Ich finde dennoch gut, dass es (dieses Mal) Frauen sind. Die Männer hatten ihre Chance im ersten (und zweiten) Film. Und wären es Männer gewesen, hätte man die ganzen schamlosen, herzallerliebsten Chris-“Kevin”-Hemsworth-Witze nicht machen können (schon witzig, wäre es anders herum gewesen, ständen die emanzipierten Frauen direkt für eine Demo vor der Tür – aber wenn Frauen solche Witze über Männer machen? Kein Thema.) Ich habe mir den Arsch abgelacht und wurde köstlich unterhalten, vor allem dank dieser Witze.

Die Auswahl der Schauspielerinnen war wirklich ein Treffer. Melissa McCarthy zeigt ihre Schokoladenseite – leicht verrückt, sehr witzig und nicht ganz so überdreht -, Kristen Wiig überzeugte mich als “seriöse” Wissenschaftlerin und Leslie Jones rundet diesen Eisbecher mit ihrer überdrehten, selbstbewussten Art perfekt ab.
Die Sahne auf meinem persönlichen Eisbecher ist Kate McKinnon – ich hatte streckenweise das Gefühl, dass sie nicht groß spielen musste, um diese verrückte, großartige Ingenieurin zu spielen. Sie ist für mich die Person gewesen, auf die ich am zweitmeisten geachtet habe.
Denn am meisten, es ist nun einmal so, habe ich auf die Kirsche geschaut: Chris Hemsworth. Er ist nunmal eine Sahneschnitte, das ist zwar Geschmackssache, aber wer das nicht sieht… Abgesehen von seinem guten Aussehen hat er den Film abgerundet. Hat die Witze auf sich genommen, mit seinem guten Aussehen (auch in der Handlung) einfach über die Fehler seiner Figur hinweg gelächelt.

*seufz*

Okay, zurück zum Wesentlichen: Ich fand den Film richtig gut. Er war würdig und hat richtig, richtig Spaß gemacht.
Auf der Habenseite ist zudem eine echte Überraschung: Der super umgesetzte 3D-Effekt. Nach langer Zeit habe ich mich mal wieder erschrocken, als plötzlich etwas auf das Publikum zukam – ich bin sogar ausgewichen, und das will was heißen.

Ich freue mich, dass er so geworden ist und werde ihn mir nochmal anschauen, wenn er im Streaming verfügbar ist.

Für die Statistik (Freitag, Düsseldorf, Kino 8):
Gesamt-Besucherzahl: ca. 35
Bis das Licht anging saßen noch: ca. 35 (das Licht ging direkt an)
Am Ende des Abspanns saßen noch: 2

Hinweis: Bitte, bitte sitzen bleiben!! Es gibt bis zum Ende lustige Szenen, “Outtakes” und am Ende noch eine kleine Überraschung!

Suicide Squad 3D – Selbstmordkommando “Schlecht gegen Böse”

Bei einem Kurztrip nach Holland konnten wir natürlich nicht anders, als das Kinoprogramm zu studieren. Das nette am “Nachbar-Ausland” ist, dass die meisten Filme nicht synchronisiert sondern in der Originalvertonung gezeigt werden. Durch diesen Umstand sind nur wenige Kilometer von uns entfernt oftmals bereits Filme im Kino, die in Deutschland erst Wochen später anlaufen. So auch Suicide Squad.

Normalerweise schaue ich Filme gerne zuerst auf Deutsch und wenn ich sie mag (räusper, räusper) auch noch einmal auf Englisch, so weiß ich, worum es geht, und mir entgeht kein (eventuell wichtiges) Detail der Handlung. Da wir aber im Kurzurlaub waren und wir eh schon Karten für diesen Film mit der deutschen Synchronisation haben, haben wir uns entschlossen, Suicide Squad zu schauen.

Ich hatte relativ niedrige Erwartungen, denn ich bin eigentlich kein Fan vom Joker, die Darstellung war mir bisher immer zu düster und nicht nach meinem Geschmack. Darüber hinaus kenne ich die Figuren nicht, anders als zum Beispiel Thor oder Iron Man, die mir auch vor den Filmen schon ein Begriff waren, sagten mir die ganzen SuperheldenSpitznamen nichts.

Dementsprechend fing der Film super für mich an: Die Charaktere wurden vorgestellt, eingeführt, kleine Geschichten wurden erzählt, wer sie sind und warum sie jetzt da sind, wo sie sind. Im Knast. Und die wichtigste Geschichte von allen: Warum sie “frei”kommen und wer oder was dieses “Böse” ist, das es zu bekämpfen gilt.

Die Storyline hat es sich nicht leicht gemacht. Damit meine ich nicht, dass sie schwierig (= anspruchsvoll) oder nicht gut wäre, sondern eher, dass es kein reines Gut, kein reines Böse und erst recht kein reines Richtig oder Falsch gibt. Was bleibt einem also manchmal übrig, als das zu tun, was man einfach am Besten kann?
So ist es in diesem Film – dass das selbsternannte Selbstmordkommando am Ende das vielleicht Richtige tut, liegt daran, dass es das ist, was sie gut können. Und das macht den Film wirklich sympathisch. Er versucht nicht, so zu tun, als wären sie die Avenger oder als wären sie plötzlich die Guten, nur weil sie etwas noch Böseres bekämpfen. Das mag ich.

Die Besetzung ist gut gewählt, die vielbesprochenen “Stars” Will Smith, Jared Leto und Margot Robbie dominieren den Film und führen ihn ein wenig. Beeindruckt hat mich allerdings Cara Delevingne, die meines Erachtens in diesem Film eine ziemlich gute Leistung hingelegt hat – ich für meinen Teil habe ihr die Rolle total abgenommen. Und über den Auftritt von Batman war ich positiv überrascht. :-)

Es gab genug Action, genug Ernsthaftigkeit, ein paar süße Witze, ein paar Sticheleien und eine Story, die so ein bisschen zu viel Fantasy beinhaltet. Viele Szenen haben mich an andere Filme erinnert – Independence Day, Ghostbusters, Avengers… Es ist natürlich nicht einfach, einen Film dieser Art komplett ohne äußere Einflüsse zu erstellen, aber einen Versuch war es wert.

Den Film auf englisch zu schauen, war für mich in Ordnung, ich habe alles (wichtige) verstanden und bis auf einen Herrn mit großartigem schottischen Dialekt haben auch alle relativ deutlich gesprochen. Ich freue mich dennoch auf jeden Fall, den Film noch einmal auf Deutsch zu sehen und dann wirklich alles zu verstehen.

3D? Ja, war okay. Ich habe kaum noch Erwartungen an 3D, daher war es nett, aber sicherlich nicht notwendig, auch wenn es ein paar nette Effekte gab.

Für die Statistik (Dienstag, Den Haag, Pathé, Kinosaal 4/IMAX):
Gesamt-Besucherzahl: ca. 70
Bis das Licht anging saßen noch: ca. 70 (das Licht ging fast sofort an)
Am Ende des Abspanns saßen noch: ca. 4

Fun facts:
Der Saal war sehr, sehr steil – so war es angenehm, wenn man jemanden vor sich sitzen hatte, da man dessen Kopf dann nicht direkt vor sich hatte.
Die Kinokarten mussten wir bezahlen (total ungewohnt) – 31€ für 2 Erwachsene, inkl. IMAX-3D-Brillen.
Die Pathé-Kinos in den Niederlanden bieten ebenfalls eine Art Kino-Flatrate an (Pathé Unlimited) für 19 bzw. 26€ pro Monat, je nachdem, ob man die 3D/IMAX-Aufschläge inkludiert haben möchte. Je nachdem ist auch ein 10% oder 25%-Rabatt auf den Verzehr mit dabei.

Gelesene Bücher LI (Juli 2016)

Derzeit lese ich:
Sauerkrautkoma (Rita Falk) – Krimi (Hörbuch)
Dein Wille geschehe (Michael Robotham) – Thriller (Taschenbuch)

Gelesen im Juli 2016:
Secrets on the Sand (Roxanne St. Claire) – Roman (Englisch) – 4
Bedding the wrong brother (Virna DePaul) – Roman (Englisch) – 6
Kiss a Girl in the Rain (Nancy Warren) – Roman (Englisch) – 6
The Billionaire’s Counterfeit Girlfriend (The Pryce Family) (Nadia Lee) – Roman (Englisch) – 6+
Ready to fall (Daisy Prescott) – Roman (Englisch) – 6+
Rache verjährt nicht (Reginald Hill) – Krimi (Taschenbuch) – 7+
und 2 Romane (englisch)

Gelesen im Juni 2016:
Es muss wohl an dir liegen (Mhairi McFarlane) – Roman (Taschenbuch) – 4
Corporate Husband (Beverly Farr) – Roman (Englisch) – 7+
Nacht im Central Park (Guillaume Musso) – Roman (Taschenbuch) – 7
Wirst du da sein? (Guillaume Musso) – Roman – 7
Nachricht von dir (Guillaume Musso) – Roman (Taschenbuch) – 7+

Gelesen im Mai 2016:
– Buchpause –
Dafür: Gehört: Anna Faris ist unqualified (Podcast); Gesehen: Star Trek: Raumschiff Voyager (Staffel 1+2); Besucht: FedCon 25

Gelesen im April 2016:
Cupido (Jilliane Hoffman) – Thriller (Taschenbuch) – 8
12 Stunden Angst (Greg Isles) – Thriller (Taschenbuch) – 7+
Das Urteil (John Grisham) – Thriller (Taschenbuch) – 8

Gelesen im März 2016:
Kein Lebenszeichen (Harlan Coben) – Krimi (Hörbuch) – 3 (als Hörbuch nicht so gut, werde ich nochmal als Buch irgendwann lesen)
Grießnockerlaffäre (Rita Falk) – Krimi (Hörbuch) – 7-
Dinner für Drei (Susan Elizabeth Phillips) – Roman (Taschenbuch) – 5+
Schweinskopf al dente (Rita Falk) – Krimi (Hörbuch) – 7

Gelesen im Februar 2016:
Finderlohn (Stephen King) – Thriller (Hardcover) – 6+
Dampfnudelblues (Rita Falk) – Krimi (Hörbuch) – 7+
Winterkartoffelknödel (Rita Falk) – Krimi (Hörbuch) – 8
Cry Baby (Gillian Flynn) – Thriller (Taschenbuch) – 7+
Im Tal des Fuchses (Charlotte Link) – Thriller – 6+

Gelesen im Januar 2016:
Dornenmädchen (Karen Rose) – Thriller (Broschiert) – 8+
Die Menschen, die es nicht verdienen (Hjorth/Rosenfeldt) – Krimi – 7
Asterix 36: Der Papyrus des Cäsar (Ferri/Conrad) – Comic – 7+

Noten: 0 = “die Minuten meines Lebens bekomme ich nie wieder” bis 10 = “genial, fesselnd, perfekt”

Pets 3D – witzig, leichte Unterhaltung

Der Trailer von Pets ist wirklich, wirklich witzig.
Und so ist auch der Film.

Okay, etwas mehr gibt es schon zu sagen. Pets zeigt, was die Haustiere machen, wenn Frauchen oder Herrchen nicht zuhause ist. Sie treffen sich und gehen gemeinsam erstmal spazieren – was mit einer kleinen Tragödie endet, aber mehr mag ich nicht verraten.

Die Story ist süß, unschuldig und dennoch spannend – vor allem aber: witzig! Sie sprüht vor Witz und Charme und macht den Film dadurch zu einer leichten und angenehmen Abendgestaltung.

Martina Hill und Dieter Hallervorden sind hier echt als Synchronstimmen hervorzuheben – beide haben Charaktere im Film, die einfach zu ihnen passen. Alleine, sich vorzustellen, wie diejenige oder derjenige es spricht, lässt mich loslachen (aber ich habe schonmal an anderer Stelle erwähnt, wie ge-ni-al ich Martina Hill als Synchronsprecherin finde) :-D

Den Film würde ich mir gerne nochmal auf englisch anschauen, den würde ich sicher auch dann verstehen.

Ein solider, witziger Film, der nicht nur etwas für Kinder ist, aber sicher nichts für eine anspruchsvollere Botschaft (wie Zoomania).
Auch die 3D-Effekte waren gut gemacht, aber man kann den Film auch gut ohne 3D schauen.

Wir werden ihn nicht auf DVD oder Blu-ray kaufen, geschweige denn in 3D, weil er doch nicht so unserem Geschmack entspricht, dass es uns der Film wert wäre.

Für die Statistik (Donnerstag, Düsseldorf, iSense):
Gesamt-Besucherzahl: ca. 200
Bis das Licht anging saßen noch: ca. 140 (das Licht ging spät an)
Am Ende des Abspanns saßen noch: 12

Star Trek Beyond 3D – actionlastig und doch mit viel Emotion

ping piiiing piiiiiiinngg da da da da da da da da da daaaaa… *seufzer* Ja, ich bin ein Trekkie. Um es präziser auszudrücken, ein TOS-Trekkie. TOS steht für “The Original Series” (im Deutschen die Serie “Raumschiff Enterprise”) und bedeutet, ich bin Fan der ersten Serie mit den “Original”-Charakteren und Darstellern Captain James T. Kirk (William Shatner), Commander Spock (Leonard Nimoy), Pavel Chekov (Walter Koenig), Hikaru Sulu (George Takei), Nyota Uhura (Nichelle Nichols), Montgomery “Scotty” Scott (James Doohan) und Doktor Leonard “Pille/Bones” McCoy (DeForest Kelley). Ich glückliche hatte die Ehre, bereits ein paar von den Darstellern live auf der FedCon zu sehen – unter anderem William Shatner, Walter Koenig, George Takei und Nichelle Nichols. Der re-boot 2009 mit den “neuen Filmen”, mit genau dieser Besatzung, aber natürlich anderen Schauspielern, hat bei mir Begeisterung ausgelöst und mich bisher sehr zufrieden gestellt.

Wie geht es jetzt weiter mit der Crew, die endlich auf die unglaubliche 5-Jahres-Mission geschickt wurde, um fremde Welten, unbekannte Lebensformen und neue Zivilisationen zu entdecken?
Wir bekommen einen Einblick in die Gedanken von Captain Kirk, erfahren, was ihnen widerfahren ist und was sie im Augenblick beschäftigt.

Captain Kirk wird wieder einmal in einer menschlicheren Form dargestellt, wird nicht als ‘Gott’ dargestellt, sondern als Mensch, der auch Zweifel hat und sein Leben in Frage stellt. Dennoch weiß er, worauf er vertrauen kann: Auf die Enterprise und seine Crew. Die sich für ihn opfern würde.

Der Film beginnt langsam, führt einen heran, wirft einen dann in die Handlung und lässt einen mit einer Explosion zurück – emotional und bildlich gesprochen. Es gibt Begrüßungen, neue Freunde, Abschiede, alte Freunde und über allem schwebt der Star Trek-Pathos: Gemeinsam schaffen wir alles.

Ich kann nicht mehr schreiben, ohne zu spoilern, aber einiges aus den Trailern (1 und 2) kann ich wiederholen: Sabotage hat einen glänzenden Auftritt, die Enterprise (es bricht mir das Herz) wird zerstört und am Ende kamen mir die Tränen noch einmal – DAS wäre allerdings wirklich gespoilert.

Ich höre von vielen, dass J. J. Abrams das Star Trek-Universum beschädigt hat, es sogar zerstört haben solle. Das sehe ich nicht so. Er hat die Charaktere genommen und ihnen einen neuen Anstrich gegeben – er hat ihr Herz und ihre Eigenschaften nicht verändert, aber hat ihnen andere Möglichkeiten gegeben, hat sie gezeigt, wie sie hätten sein können, wenn alles etwas anders gelaufen wäre. Was es ja in dieser Filmreihe auch ist. Damit hat er für mich eine sehr, sehr gute Parallelwelt geschaffen, in der ich mich wiederfinden kann. Auch als Fan der “alten” Serie.

Drehbuchautor ist der von mir verehrte Simon Pegg – selbst ein Trekkie und bereits erfahrener Autor mit seiner Cornetto-Trilogie. Zuletzt haben wir ihn in Es ist kompliziert..! gesehen und waren hingerissen von der tollen lustigen Liebeskomödie der englischen Art. Um so gespannter waren wir, was der ja doch recht englisch schreibende Simon Pegg aus einem echten US-Hollywood-Blockbuster-Fandom-Film machen würde. Und auch hier: wir wurden nicht enttäuscht! Die Ideen, die Dialoge, die Witze – unsere Trekkie-Herzen haben höher geschlagen!

Ich würde den Film nicht als “rund” bezeichnen, aber das tut meiner Begeisterung keinen Abbruch. Für alle, die den Film von 2009 und den letzten, Star Trek Into Darkness, mochten, wird auch dieser Film ein Genuss sein. Er setzt die vorherigen Filme fort und steht doch für sich allein.

3D? Ja, wieder ein Film, bei dem es sehr gut eingesetzt war – durch die Kameraführungen wurde mir allerdings an ein paar Stellen ein wenig schwindlig. Es gab langsame Karussellfahrten, die habe ich nicht so gut vertragen, und schnelle Beschleunigungen auf Warp, mit denen hatte ich keine Probleme – es ist also sicherlich von Person zu Person unterschiedlich.

Wir haben uns den Film zweimal angeschaut – das zweite Mal auf englisch und was soll ich sagen? Die Synchronisation ist wirklich gut gelungen, die Witze wurden gut übersetzt und der Spirit ist gut erhalten geblieben.

Und natürlich wird er auf Blu-ray in unseren Schrank wandern. Vielleicht sogar in 3D.

Achja: Ich will die Tasse!!!!! ;-)

Für die Statistik (Mittwoch, Düsseldorf, iSense, Vorpremiere):
Gesamt-Besucherzahl: ca. 500
Bis das Licht anging saßen noch: ca. 490
Am Ende des Abspanns saßen noch: ca. 40

Für die Statistik (Sonntag, Düsseldorf, Kino 8, Originalvertonung):
Gesamt-Besucherzahl: ca. 46
Bis das Licht anging saßen noch: ca. 40
Am Ende des Abspanns saßen noch: 14 (wir sind vor dem Ende des Abspannes gegangen)

Independence Day: Wiederkehr – 20 Jahre später

1996 kamen die Aliens, um den Planeten Erde wie ein Schwarm von Heuschrecken zu überfallen, auszubeuten und sterbend zurückzulassen. Die Menschen waren ihnen egal, sie brauchten Ressourcen. Das war der Fehler – sie haben die Menschen unterschätzt.

Ohne zu lügen, muss ich sagen, dass Independence Day einer meiner Lieblingsfilme ist – um nicht zu sagen, steht er quasi unangefochten an Platz Nr. 1 (und teilt sich den ersten Platz mit Star Trek) – ich könnte ihn immer wieder und zu jeder Tages- und Nachtzeit sehen (für Serienfans: Star Wars ist für Ted Mosby das, was Independence Day für mich ist).

IMDB_Bewertungen_kaiserlich-leben
Ein Auszug aus meiner Top-Liste bei IMDB – das sagt auch schon eine Menge aus ;-)

Auf die Fortsetzung habe ich also buchstäblich 20 Jahre gewartet und dass diese auch noch von Roland Emmerich selbst inszeniert wurde, war für mich nur ein Garant, dass mir der Film gefallen würde (2012, The Day After Tomorrow, White House Down, Stargate… um nur ein paar zu nennen).

Wie kann die Welt also aussehen, 20 Jahre nach dem “großen Feuerwerk” am 4. Juli? Nach “wir werden nicht schweigend in der Nacht untergehen [...] wir werden überleben, wir werden weiter leben” (aah, Gänsehaut)?
Nachdem die Menschen den “E.T.“s ordentlich in den Arsch getreten haben?

Ich war überrascht – wenn auch nicht negativ, denn die Menschen sind anpassungsfähig. Sie gewöhnen sich schnell an neue Möglichkeiten und haben den Wissensdurst, diese immer weiter zu entwickeln.
Für diesen Film möchte ich nicht spoilern, also bleibt mir zur Handlung nur zu sagen: Vielen Dank!
Herr Emmerich hat richtig, richtig tief in die Independence Day-Kiste gegriffen und eine Fortsetzung erschaffen, die voller Liebe zum Detail dem alten Film huldigt (wäre auch besser, war ja schließlich auch von ihm gemacht) und in dem man sich, wie in einem alten Sessel, sehr schnell wieder wohlig gefühlt hat – bekannte Muster, neue Nebenhandlungen, nicht viel Schnickschnack, aber auch nicht zu viel Drama.

Manchmal dachte ich mir allerdings: Ich will das nicht! Ich möchte nicht, dass 20 Jahre später die Dinge so sind, wie sie hier dargestellt werden, sondern anders bitte! Ich wünsche mir, dass wir genau an dem Punkt anfangen, an dem der erste Film geendet hat!
Und dann wurde mir wieder klar: Das geht nicht. Nicht nur, dass die Schauspieler natürlich zu alt dafür sind, wieder ihre 30-/40-jährigen Charaktere zu spielen (sachlich gesehen) – es ist nun einmal so, dass das Leben nicht immer so spielt, wie man es gerne hätte. Das ist etwas, dessen sich Emmerich zwar nur in Teilen annimmt, aber er tut es. Also kein anhaltendes Friede-Freude-Eierkuchen. That’s life.

Schade, dass Will Smith nicht mit gespielt hat? Ja. Fehlte er dem Film? Hell, no.
Er ist gut und er war gut im ersten Film, aber Roland Emmerich wusste, wie er ihn “ersetzen” konnte. Wie er die große Lücke füllen konnte.

Und am Ende des Tages war da immer noch mein Präsident Whitmore (Bill Pullman) und Dr. Levinson (Jeff Goldblum). Und natürlich Liam Hemsworth (was für die Augen) und Brent Spiner (etwas für die Lachmuskeln).

3D? Ja, die Effekte waren gut. Es war nicht übertrieben oder dramatisch sondern einfach gut eingesetzt. Seit langem habe ich mich mal wieder bei 1-2 Szenen erschrocken, wie gut 3D funktioniert (waah, ein Alien!) ;-)

Mein Fazit? Für mich war der Film super. Ich würde sagen, dass alle, die den ersten Teil gerne gesehen haben, den zweiten Teil auch sehr gut finden werden und alle, die mit dem Ersten schon nichts anfangen konnten, diesen hier auch eher mäßig finden werden.
Mein Tipp: Zuerst Independence Day anschauen – so versteht man viele Hinweise und Witze im zweiten Teil besser.
Pro-Tipp: Ein paar Jahre Zeit zwischen dem ersten und dem zweiten Teil lassen – 20 sollten reichen ;-)

Definitiv werden wir ihn auf Blu-ray kaufen! Eventuell sogar auf 3D-Blu-ray.

Für die Statistik (Mittwoch, Düsseldorf, iSense, Vorpremiere):
Gesamt-Besucherzahl: ca. 550
Bis das Licht anging saßen noch: ca. 450
Am Ende des Abspanns saßen noch: 7

Fun Fact: Am Ende hat das Publikum applaudiert. Ich auch.

Central Intelligence: ein bisschen unterschätzt – Popcorn-Kino

Ein neuer Film mit Dwayne “The Rock” Johnson und dem witzigen Kevin Hart – uns war eindeutig nach Popcornkino!

Wir wurden nicht enttäuscht – Central Intelligence hat sich als witziger, leichter und doch irgendwie spannender Film erwiesen.
Über die Handlung muss man nicht viele Worte verlieren – eine Underdog-Geschichte, die ein bisschen verrückt ist, ein bisschen Slapstick und ein bisschen ernst. Nichts, was einen zu Tränen rühren würde sondern einfach nur leichte Unterhaltung verspricht.

Ich fand süß, dass Melissa McCarthy am Ende noch einen kleinen Auftritt hatte und ich liebe Outtakes am Ende eines Filmes!!

Wir werden uns den Film zwar nicht auf DVD holen, aber wenn er irgendwann mal bei Netflix/amazon Prime verfügbar ist, werden wir ihn definitiv noch einmal anschauen.

Für die Statistik (Samstag, Düsseldorf, Kino 4):
Gesamt-Besucherzahl: ca. 250
Bis vor den Outtakes: ca. 240
Bis das Licht anging saßen noch: ca. 80
Am Ende des Abspanns saßen noch: 3

Gelesene Bücher L (Juni 2016)

Derzeit lese ich:
Sauerkrautkoma (Rita Falk) – Krimi (Hörbuch)
Dein Wille geschehe (Michael Robotham) – Thriller (Taschenbuch)

Gelesen im Juni 2016:
Es muss wohl an dir liegen (Mhairi McFarlane) – Roman (Taschenbuch) – 4
Corporate Husband (Beverly Farr) – Roman (Englisch) – 7+
Nacht im Central Park (Guillaume Musso) – Roman (Taschenbuch) – 7
Wirst du da sein? (Guillaume Musso) – Roman – 7
Nachricht von dir (Guillaume Musso) – Roman (Taschenbuch) – 7+

Gelesen im Mai 2016:
– Buchpause –
Dafür: Gehört: Anna Faris ist unqualified (Podcast); Gesehen: Star Trek: Raumschiff Voyager (Staffel 1+2); Besucht: FedCon 25

Gelesen im April 2016:
Cupido (Jilliane Hoffman) – Thriller (Taschenbuch) – 8
12 Stunden Angst (Greg Isles) – Thriller (Taschenbuch) – 7+
Das Urteil (John Grisham) – Thriller (Taschenbuch) – 8

Gelesen im März 2016:
Kein Lebenszeichen (Harlan Coben) – Krimi (Hörbuch) – 3 (als Hörbuch nicht so gut, werde ich nochmal als Buch irgendwann lesen)
Grießnockerlaffäre (Rita Falk) – Krimi (Hörbuch) – 7-
Dinner für Drei (Susan Elizabeth Phillips) – Roman (Taschenbuch) – 5+
Schweinskopf al dente (Rita Falk) – Krimi (Hörbuch) – 7

Gelesen im Februar 2016:
Finderlohn (Stephen King) – Thriller (Hardcover) – 6+
Dampfnudelblues (Rita Falk) – Krimi (Hörbuch) – 7+
Winterkartoffelknödel (Rita Falk) – Krimi (Hörbuch) – 8
Cry Baby (Gillian Flynn) – Thriller (Taschenbuch) – 7+
Im Tal des Fuchses (Charlotte Link) – Thriller – 6+

Gelesen im Januar 2016:
Dornenmädchen (Karen Rose) – Thriller (Broschiert) – 8+
Die Menschen, die es nicht verdienen (Hjorth/Rosenfeldt) – Krimi – 7
Asterix 36: Der Papyrus des Cäsar (Ferri/Conrad) – Comic – 7+

Noten: 0 = “die Minuten meines Lebens bekomme ich nie wieder” bis 10 = “genial, fesselnd, perfekt”

6 Monate Kinoflatrate – geht’s weiter?

Wir haben seit Mitte Dezember 2015 die UCI Unlimited Card, mit der wir eine Art Kinoflatrate erworben haben.

Diese Karte ist mit 22,50€ pro Monat und damit 270€ pro Jahr eine echte Investition. Lohnt es sich also für uns? Kann ich einen Vergleich anstellen?
Natürlich hinkt das alles ein bisschen, denn für einen echten Vergleich müsste ich notiert haben…
1. welche Filme wir 2015 gerne gesehen hätten,
2. wieviel wir 2015 für die besuchten Vorführungen bezahlt haben,
3. wieviel wir 2015 für alle Vorführungen hätten bezahlen müssen, wenn wir denn zusätzlich auch noch alle Filme von 1. gesehen hätten,
4. wieviel wir für alle Vorführungen hätten bezahlen müssen, seit wir die Flatrate haben.

Dennoch versuche ich ein (entsprechend natürlich total subjektives) Zwischenfazit zu ziehen.

Seitdem wir das Flatrate-Abonnement haben…
waren wir in durchschnittlich 21 Filmen (3,5 Filme pro Monat) “kostenlos” (manchmal war einer von uns alleine im Kino),
musste ich 1 mal “Lehrgeld” bezahlen (Karte nicht dabei gehabt),
haben wir für 1 Vorstellungen Geld bezahlt (Sondervorführungen) und
haben uns 1 mal selbst reingelegt, weil wir die Bestimmungen vergessen haben (keine 2 Tickets gleichzeitig kostenlos buchbar).

Da wir meistens am Wochenende ins Kino gehen und am liebsten die neu angelaufenen, populären und damit eher teureren Filme schauen (ganz abgesehen von 3D-Zuschlag, Überlängenzuschlag, VIP-Zuschlag, etc…) kann man sicherlich von einem durchschnittlichen Preis von 11 Euro pro Kinokarte für eine Person bei uns ausgehen.
Ausrechnen kann sich das jeder selber, im Augenblick hat es sich für uns mehr als rentiert (wenn man sich die reinen Zahlen anschaut).

Auch auch insgesamt kann ich ein positives Zwischenfazit ziehen – nicht nur die Zahlen stimmen, auch die Filme waren bis jetzt sehr lohnenswert. Wir gehen öfter und mit weitaus weniger vorbehalten ins Kino und schauen uns auch Filme an, für die wir sonst kein Geld bezahlt hätten.

Das Ende vom Lied? Natürlich geht es weiter – wir haben schließlich 12 Monate der Mindestnutzung abgeschlossen. Aber auch danach sieht es gut aus für eine Verlängerung.

TMI: Wir waren “kostenlos” in 18 Filmen gemeinsam: Bridge of Spies, Star Wars VII, Joy, Ich bin dann mal weg, The Big Short, Die Wahlkämpferin, Deadpool (2x), Hail, Ceasar!, Zoomania 3D, Kung Fu Panda 3, Batman v Superman, My Big Fat Greek Wedding 2, London Has Fallen, The Boss, Captain America: Civil War, Money Maker, Whiskey Tango Foxtrot
(ab hier nur eine Person, 6 Filme) The Revenant, The Heightful 8, Der Spion und sein Bruder, The Jungle Book, Warcraft: The Beginning, X-Men: Apocalypse
Die Sondervorführung war Queen – A Night in Bohemia.