Urlaub, die Liste

Nachdem ich alles über unseren Urlaub aufgeschrieben habe (naja, einen Großteil), kam mir die Idee, als Listen-verrücktes Mädel, doch einfach eine Liste mit allen Plätzen zu machen, die wir besucht haben. Sozusagen (annähernd chronologisch) eine Abfolge unserer Stationen. Vom Hotel über das Restaurants bin hin zum Toys’r’us.

Flughafen Düsseldorf (DUS)

Flughafen London Heathrow (LHR)

Flughafen Los Angeles (LAX)

Avis-Station am Flughafen LAX

Hotel: Best Western Redondo Beach Inn

In-N-Out-Burger Los Angeles (mehrmals)

at&t Torrance, Los Angeles

Beverly Center, Los Angeles

The Grove, Los Angeles

Pacific Theatre at The Grove, Los Angeles

Cheesecake Factory

Best Buy

Griffith Observatory

Pazifikstrand, Redondo Beach

VONS, Los Angeles

Mels Drive In, Los Angeles

Warner Brother Studios

Magnolia Bakery, Los Angeles

Queen Mary

Sunset Beach

Hotel: Inn at Sunset Cliffs

Town & Country Hotel (Abholung der SDCC-Badges)

Isola Pizza Bar

VONS, San Diego

San Diego Convention Center (San Diego International Comic Con)

Hilton Hotel Bayfront (im Rahmen der SDCC)

Hotel: Best Western Plus Island Palms Hotel & Marina

Blue Wave (Restaurant im Hotel)

Fashion Valley Mall (Disney-, LEGO-, Microsoft-Store, …)

AMC Theatre at Fashion Valley Mall

University of San Diego

Café Mezè (Treffen mit beetlebum und Nadini)

Humphreys Concerts by the Bay

Las Americanas Premium Outlet

Toys’r’us (das auf dem Weg lag – das finden wir nie wieder)

La Jolla Beach

Angel Stadium of Anaheim

Flughafen Chicago (ORD)

 

Schön war’s! *seufz*

Urlaub, Tag 11&12, oder: Homerun!

Zur Sicherheit haben wir uns einen Wecker gestellt – heute mussten wir schließlich pünktlich los. Ein letztes Mal das tolle Frühstück genießen, ein letztes Mal auf den Hafen von San Diego schauen und ein letztes Mal an der Küste von Kalifornien entlangfahren.

Wieder habe ich den tollen Service im Hotel genossen, der Check-out umfasste eine Minute, zwei Fragen und am Ende ein “Wir hoffen, Sie besuchen uns wieder.” – “Ja, wir auch!”.
Inzwischen ist unser Wagen so vollgepackt, dass wir auch die Rücksitzbank mit Zeug vollgepackt haben – zwei Koffern, eine Strandtasche, zwei Kamerataschen, eine große Handtasche und eine kleine Handtasche – und erstaunlich viel davon passte in den Kofferraum des Mustang (tolles Auto übrigens).

Dieses Mal sind wir die Interstate nach Norden gefahren, statt den schöneren Weg am Pazifik entlang, aber wir hatten einen Termin, also wollten wir sichergehen, genug Zeit zu haben.
“Autobahn”- bzw. Interstatefahren ist in Amerika nicht viel anders als in Deutschland, wenn man davon absieht, das man in Deutschland die Möglichkeit hat, auf mal auf einer Strecke ohne Geschwindigkeitbegrenzung zu fahren. Unser Mustang war mit Tempomat, Automatikgetriebe, Abstandswarner (und -halter) und allerlei sonstiger kleiner Spielchen ausgestattet. Das macht das Autofahren wirklich angenehm – Tempomat einschalten, Abstandshalter einschalten – und der Wagen bremt und beschleunigt selbständig. Man braucht den Fuß quasi nur noch auf der Bremse zu haben, für eventuelle Notbremsungen. Sehr praktisch – und ein viel entspannteres Autofahren. Der Sonnenschein hingegen macht das Fahren etwas anstrengender. Es kann ein subjektives empfinden sein, aber in Kalifornien hatte ich den Eindruck, die Sonne scheint stärker und intensiver als in Deutschland. Somit hatte ich fast immer eine Sonnenbrille auf – und trotzdem und trotz der Klimaanlage im Wagen scheint die Sonne auf den Körper und erwärmt alles. Am Strand sehr schön, beim Autofahren eher nicht so – es fördert nicht gerade die Konzentration.

Es war einer der heißeren Tage in unserem Urlaub, das merkten wir dann auch später noch. Unsere Verabredung hatten wir nämlich mit den Los Angeles Angels – um sie gegen die Minnesota Twins zu unterstützen.
Angekommen am Angel Stadium of Anaheim, haben wir auf dem wirklich riesigen Parkplatz geparkt, die Aussicht auf das Stadion genossen und uns auf das Baseball-Spiel gefreut – immerhin das erste Mal in unserem Leben, dass wir diese Sportart live sehen.

Angels Stadion Anaheim

Das Stadion ist ganz ähnlich aufgebaut wie Stadien in Deutschland – Fressstände, Getränkestände, Merchandise – alles recht ähnlich. Wir hatten super Plätze – schräg hinter der 2nd Base mit einem guten Überblick über das Spiel, den Werfer, den Fänger (und wie sie alle heißen) und auch die anderen Zuschauer. Riesige Displays haben einem den aktuellen Spielstand gezeigt, den aktuellen Schläger – und welche Erfolge derjenige schon hatte.
Um das Spiel etwas aufzulockern, gab es alle paar Minuten ein bisschen Musik (wie man sie aus den Filmen kennt) mit dazugehörigen Spruchbändern (ebenfalls riesige Displays an den Tribünen) mit Aufforderungen, z.B. “Make some noise” o.ä. und in jeder “Pause” nach einem Durchgang gab es die “Public Cam”, die gefühlt wahllos Personen aus dem Publikum gezeigt hat (natürlich meistens entweder Kinder oder singende/feiernde Menschen oder singende/feiernde Kinder).

Stadion Innenraum

Wir hatten erst etwas bedenken, dass wir das Spiel langweilig finden würden, immerhin kennen wir die Regeln nicht wirklich (und das heimische Brennball geht doch irgendwie anders) – aber es ist ganz einfach: Werfen, Schlagen, Treffen/Nicht Treffen, Jubeln/Nicht Jubeln. Es hat also durchaus Spaß gemacht und entgegen anfänglicher Befürchtungen war es auch nicht langweilig, da die Abstände zwischen Werfen/Schlagen/Treffen recht gut gefüllt sind.

Stadiondisplay Spielstände

Wenn nur die Hitze nicht gewesen wäre! Bei 32° saßen wir in der prallen Sonne, nur geschützt durch Sonnenhut und Sonnenbrille. Das hat aber auch nichts gebracht. Ab und an frischte der Wind etwas aus, deswegen hielten wir es länger als eine Stunde aus – nach 1,5 Stunden hatten wir aber genug und gingen erst einmal in den Schatten – und dann zurück zum Auto. Das hatte immerhin eine Klimaanlage.

Mustang

Zurück auf dem großen (unbeschilderten) Parkplatz mussten wir nur ein paar Minuten suchen, bis wir den Wagen wiedergefunden hatten – und uns wieder zum Hotel aufmachten.
Wir haben uns für die eine Nacht wieder im Best Western Reondo Beach Inn eingebucht – zu viel Abwechslung ist ja auch nicht gut. Da wir am nächsten Morgen um 3:30 Uhr aufstehen mussten, haben wir nichts größeres mehr unternommen, sondern uns nur noch auf dem Hotelzimmer ausgeruht und nach einem letzten Cheeseburger im In-N-Out-Burger den Urlaub Urlaub seien lassen. Die letzten Serienfolgen haben uns neben einem Buch in den Schlaf gewiegt.

Pünktlich um 3:30 Uhr klingelte der Wecker und ließ uns nach 5 Stunden Schlaf ein wenig desorientiert zurück. So schön der Urlaub war, wir freuten uns wirklich, wieder nach Hause zu kommen – und vor allem zu unseren Katzen. Also haben wir schnell alles restliche in die Koffer gepackt und in den Wagen geladen.

Vielleicht ein Wort an dieser Stelle zu unserem Gepäck: Wir hatten so viel auf der Comic Con und nochmal so viel im Outlet-Center gekauft, dass wir (obwohl mit einem halb-leeren Koffer angereist!) die oben genannte Strandtasche zu Handgepäck umfunktioniert haben und sie mit Wäsche gefüllt haben. Zudem haben wir alles dort gelassen, was wir in Deutschland (neu) kaufen konnten – Zahnpasta, Zahnbürsten, (fast leeres) Deo, alte Schuhe, die wir eh entsorgen wollten, und eigentlich auch den Rest unseres Kulturtäschchens (Frauenkram, ihr versteht…). So passte es dann ganz gut. Ich musste mich natürlich auf den Koffer setzen, damit er zugeht – aber eine Dame genießt und schweigt…

Die Mietwagenrückgabe bei Avis am Flughafen lässt keine Tränen zu – man ist dermaßen überrumpelt von der Rückgabe – es geht alles so schnell: Einfahren, Abstellen, Schlüssel drin lassen, Koffer rausholen, Quittung nehmen, weggehen… *schnief*. Und dann haben wir uns innerlich vom Mustang verabschiedet. Denn der Bus zum Flughafen (ca. 20 Minuten Fahrt) stand schon bereit. Wieder ein netter Busfahrer, der uns die Koffer in den Bus hievte (Mukis!) und noch die Haltepunkte ansagte, bevor es losging.

American Airlines – unser Haltepunkt – und ausgestiegen. Am American Airlines-Schalter stehen Automaten. Man zieht seinen Reisepass durch und wird eingecheckt. Upgrade? Klaro, nur 500$ pro Person. Ja nein danke. Die Koffer wurden dann nach Aufruf von einer AA-Mitarbeiterin auf eine Waage gestellt und mit einem Bändchen versehen (einer unserer Koffer bekam gar drei Bändchen – eines fürs Ziel und zwei weitere: “Heavy weight – 51 lb” und einen Hinweis, dass der Koffer am Besten in einer bestimmten Position gehoben werden sollte. Kein Übergewicht. Yes! (Obwohl bei AA nur 25 kg pro Koffer zugelassen sind, lagen wir wohl innerhalb der Toleranz.) Den Koffer konnte man dann unter einer Absperrung entlangschieben, da wurde er aufgeladen. Wieder toll: Unsere Koffer wurden direkt durchgecheckt – Sternchen dafür!

Nach der Sicherheitskontrolle (inkl. Nacktscanner für ein paar Mitreisende) ging es zum Gate. An viel erinnere ich mich nicht, nur, dass wir viel zu früh dran waren (quasi flogen wir ja nur nach Chicago, und von dort aus weiter nach Düsseldorf) und ein paar Leute am Gate übernachtet hatten. Müdigkeit war das vorherrschende Thema bei mir – deswegen habe ich ein wenig Serien geschaut und versucht, unsere letzten Dollar an den Mann oder die Frau zu bringen. Ging ganz gut. Lustigerweise haben sie in den USA auch die “Monopoly”-Aktion mit den Stickern auf den Verpackungen.

Das Flugzeug nach Chicago war in Ordnung, kein In-Seat-Entertainment, kein Extra-Service, dafür ein ruhiger Flug und ich konnte etwas schlafen. Ich bin mir nicht sicher, auf welchem Flug es war, ich glaube aber nach Chicago, als ein Spendenaufruf für UNICEF durchs Flugzeug schallte. Dort konnten wir unsere Scheine loswerden. Es waren nicht mehr viele, aber was sollten wir mit weniger als 10$ in Deutschland? Das tauscht uns eh keiner um.

In Chicago gelandet, wurde angesagt, dass der Weiterflug nach Düsseldorf ab Gate H16 ging. Ausgestiegen stellen wir fest, dass wir an Gate H14 standen und unser Abfluggate nur 2 Gates weiter war. Also haben wir es uns dort gemütlich gemacht – immerhin hatten wir nach 2 Minuten Umsteigezeit noch 103 Minuten übrig. Aber wir hatten ja auch noch ein wenig Kleingeld, also haben wir noch Chips gekauft und ein bisschen Kleinkram.

Noch gelesen, Serien geschaut – und dann ging es auch schon ins Flugzeug. Und – wieder kein In-Seat-Entertainment. Naja, dafür hatten wir ja unsere iPads. Und ich konnte endlich einen Wälzer zuende lesen. Der Flug war ebenfalls ziemlich ruhig, es gab etwas zu Essen, das war in Ordnung – Flugzeugessen ist halt kein Restaurantessen, aber durchaus essbar.

Um 07:00 Uhr morgens am nächsten Tag dann endlich in Düsseldorf gelandet, hatte der beste Mann ein kleines bisschen Panik aufgrund der von uns gekauften Waren – gut, dass ich ihn davon abbringen konnte, durch den roten Ausgang zu gehen, es hätte uns nur unnötig aufgehalten und wäre nicht notwendig gewesen. Die Koffer kamen relativ schnell (nur so 10 Minuten) und dann haben wir uns tierisch gefreut, als ein guter Freund uns (trotz daheim sitzender Ehefrau mit quasi Neugeborenem und dieser unchristlichen Uhrzeit) vom Flughafen abholte – Wiedersehensfreude pur! Als echter Gentleman brachte er uns nach Hause und wir konnten unsere Katzen ganz schnell wieder in die Arme schließen. Die Geschichte mit dem Jet-lag lasse ich hier raus, vielleicht nur eine Nachricht ans Zukunfts-Ich: 4 Tage das nächste Mal, bitte. Bei nur 3 Tagen Eingewöhnungszeit schläfst du wieder auf dem Tisch im Büro ein. Danke!

Vielleicht ein kleines Gesamt-Fazit: Urlaub ist immer toll. Aus seinem Alltag ausbrechen, etwas anderes als die eigenen vier Wände sehen und neue Menschen/Kulturen kennen lernen. Ich kann Kalifornien nicht mit anderen Außer-Europäischen Ländern vergleichen, da ich nur Europa und Kalifornien (USA) kenne. Trotzdem habe ich mich in diesen tollen Flecken Erde verliebt. Es ist die Sonne, die etwas stärker scheint. Die Menschen, die freundlich(er) sind (auch wenn ich die Norddeutsche “Schnauze” und die Rheinische Herzlichkeit durchaus zu schätzen weiß). Die Umgebung, die alle vier Meter aus einer Palme besteht. Das Meer direkt vor der Tür. Die Berge im Hinterhof. Die Wüste im Nachbargarten. Es ist dieses “du kannst alles schaffen, wenn du dich nur richtig anstrengst”-Gefühl. Es fasziniert mich und lässt mich für diese paar Tage wirklich glauben, dass alles möglich ist. Dass jeder alles schaffen kann – und dass jeder genau so leben kann, wie er es möchte, ohne einen schrägen Blick von der Seite zu bekommen.

Wir werden wiederkommen!

(Aber erstmal ist die Ostküste dran.)

Urlaub, Tag 9&10, oder: Shopping-Wahnsinn

So richtig ausgeschlafen wachten wir um 8:30 Uhr auf und haben den Tag auf uns zukommen lassen. Nach einem erneut ausgiebigen und leckeren Frühstück haben wir uns für ein kleines Wellness-Programm entschieden: Shopping!

Ungefähr eine Stunde von San Diego entfernt in Richtung Mexiko haben wir es uns in der Outlet Mall Las Americanas Premium Outlet richtig gut gehen lassen. Old Navy, Polo Ralph Lauren, Calvin Klein, New York & Company, GAP, Tommy Hilfiger,… es war super – und nach ein paar Stunden waren wir dann auch wieder bereit, diesen tollen Platz zu verlassen und haben uns erst einmal stärken müssen.

In'N'Out_Burger

Bei einem In’N’Out-Burger haben wir uns mit Cheeseburgern, Fries und Erdbeershakes eingedeckt. Die besten Burger!

Den restlichen Tag haben wir uns noch erholt, einen kleinen Kassensturz gemacht (bei dem ich fast voll Stuhl gefallen wäre) und noch ein wenig das Amerikanische Fernsehen genossen – Forrest Gump mit Originalvertonung ist wirklich schön.

Da ist uns auch wieder bewusst beworden, dass wir Filme sehr viel öfter in der Originalvertonung hören müssen. Auch wenn die Synchronisation sehr oft gut ist – das Original ist doch meistens noch etwas besser.

Noch ein paar Folgen Person of Interest und Mentalist im Bett – und wir sind selig und tiefenentspannt eingeschlafen.

Der kommende Tag wurde fast noch ruhiger. Wir haben es endlich geschafft, bis 9 Uhr zu schlafen, haben lange und lecker gefrühstückt bis 12 Uhr – und dann gemerkt, dass es ja unser letzter ganzer Tag in San Diego ist – morgen ist Abreise! Da es zu spät für eine der Attraktionen in und um San Diego war, haben wir uns für noch einen entspannenden Tag entschieden und haben nach einem Abstecher zu Toys’r’us (Miniooooons!) noch einmal das Fashion Valley unsicher gemacht.

Minion

Beim Abendessen haben wir es uns ebenfalls noch einmal richtig gut gehen lassen und haben uns nach einem tollen Essen im Hoteleigenen Restaurant Blue Wave und einem sehr leckeren New York Cheesecake auch von unserer Stammkellnerin Natalie verabschiedet – eine sehr nette und unglaublich Serviceorientierte junge Dame.

New York Style Cheesecake

Eines wollten wir aber noch sehen, bevor wir fuhren: La Jolla Beach. Wir haben sehr viel darüber gehört und wollten es mit eigenen Augen sehen – es ist wirklich sehr schön. Aber auch recht wuselig, es war sehr viel los aber zog sich sehr lang. Lustigerweise wird es in San Diego recht früh dunkel – für uns, lange-Sommerabende-verwöhnte Deutsche gewöhnungsbedürftig. Bei über 25°C erwarten wir einen langen Abend mit Sonnenlicht bis 22:30 Uhr. In San Diego geht die Sonne hingegen schon um 20:15 Uhr unter.

Entsprechend haben wir uns nach einiger Zeit wieder auf den Heimweg gemacht und die letzte Nacht in San Diego genossen und noch einmal ein wenig HBO, ABC und die anderen schönen Kanäle geschaut.

Die Tage waren sehr ruhig, es war schön, einfach mal ein wenig zu entspannen und die Tage fließen zu lassen. Dafür ist Kalifornien allerdings auch wie geschaffen – die Menschen sind entspannt, freundlich und ausgesucht höflich. Es ist wirklich ein schönes Fleckchen Erde.

Urlaub, Tag 7&8, oder: *fangirlkreisch* und “Ich kann den Text ja noch!”

Der beste Mann hat den Jetlag eindeutig besser verwunden, er konnte bis 9 Uhr schlafen – ich bin um 7 Uhr schon aufgewacht und habe noch ein wenig gelesen. Nach einem wirklich, wirklich leckeren Frühstück  im Hotel, bestehend aus Früchten mit Müsli und Vanillejoghurt für mich und einem Omelette für den besten Mann (samt einem Erdbeer-Mango-Fruchteisshake, boah, war der lecker) hat der beste Mann mir die Orte in und um San Diego gezeigt, die er am Vortag alleine erkundet hat.

Frühstücksdrink

Gefunden hat er die Fashion Valley Mall, dort haben wir uns erst einmal im Disney Store umgesehen… und gestaunt, das ist ein Kindertraum – und ein Erwachsenentraum! Es gibt von quasi jedem Disney-Film die entsprechenden Figuren, T-Shirts, Tassen, Plüschtiere, Verkleidungen, und alles, was man sich vorstellen kann. Dort sind wir auch in Sachen Souvenirs noch einmal sehr gut fündig geworden. Direkt anschließend haben wir den LEGO-Store gestürmt, wo wir etwas weniger bepackt herausgingen, als im Disney Store – wenn doch die Verpackungen der LEGO-Artikel nicht so sperrig wären!

20130720_Microsoft Store 20130720_KitchenAid

Nach noch ein bisschen Schaufensterbummel haben wir entschieden, ein wenig durch San Diego zu cruisen und sind dabei auf den Campus der University of San Diego gefahren und haben uns dort ein wenig umgesehen. Es war sehr ruhig, für einen Samstag vermutlich nicht ungewöhnlich, deswegen sind wir wieder zurück zum Hotel – denn unser großer Termin war nicht mehr weit!

20130720_USD_University

Ein wenig frisch gemacht, Zähne geputzt, Haare gekämmt und los geht’s: Auf zum Treffen mit Beetlebum!
Kurz die Vorgeschichte: In seinem Blog kündigte er an, auf die San Diego Comic Con zu fahren. Als ein langjähriger Fan seines Zeichnstils und seines Humors hat mich der Gedanke nicht mehr losgelassen, ihn quasi als ultimatives “Nerd-Fan-Erlebnis” im Rahmen der Comic Con zu treffen. Nach einigen Wochen habe ich mich tatsächlich durchgerungen, eine E-Mail zu schreiben – und jetzt wieder zurück in die aktuelle Geschichte: Wir haben ein Treffen ausgemacht! *kreisch*

20130720_FotoderMenge
Ein zufälliges Foto der Menge…

Ihn und seine bessere Hälfte zu finden, war recht einfach – er ist groß (was auf der Comic Con generell sehr von Vorteil ist übrigens). Und er hat eine recht eindeutige Frisur. Und er und seine Freundin sehen wirklich sehr ähnlich aus, wie die von ihm gezeichneten KarikaFiguren. Gott, was war ich aufgeregt!! Der zweite Satz nach der Vorstellrunde hat dann aber das Eis gebrochen und mich etwas geplättet: Nadini sprach ihn: “Euch kenn ich doch! Wir haben uns doch schon gesehen!” Äääähh, what the fu…..?? JA! Als wir an Tag 1 der Comic Con in der Mega-Schlange anstanden (Ihr erinnert euch, ich habe kurz danach repriorisiert, der beste Mann hielt tapfer durch?!) kam sie auf uns zu (mit einem uns unbekannten Mann, einem Bekannten, wie sich später herausstellte) und fragte, wofür wir anstehen (auf englisch)! (Auch diese Regel erwähnte ich bereits.) Kaum waren unsere Worte “Psych – the next Panel.” heraus, sagte sie auf deutsch: “Ah, ihr seid Deutsche?” – da hätte es mir klar werden sollen. Das ist Nadini! *fangirlkreisch* Wurde es mir aber nicht. Und so war ich völlig baff, als mir bewusst wurde, dass wir aus immerhin 130.000 Besuchern ausgerechnet mit Nadini schon einmal Worte gewechselt hatten. Das musste ich erstmal verdauen.

Einen Kaffe-Plausch später, nach dem Austausch über wichtige Dinge (Ford Mustangs, Flugzeugträger, Hochzeiten, Urlaub in Japan, etc.), hat Beetlebum mir etwas gezeichnet *heiseresFangirlkreischen*!!!!111einseinself

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Nach einer kritischen Nachfrage, wann denn endlich mal wieder die nächste Folge Babble&Doodle kommt und ein paar Abschiedsfotos gingen wir wieder getrennte Wege. Hach, war das schön!

Auf den Schock haben wir uns erst einmal eine Pizza und ein Avocado-Sandwich in der Fashion Valley Mall gegönnt – und sind ins dortige AMC-Kino gegangen. Immer noch ein wenig paralysiert haben wir uns Turbo (2D) angesehen – hier mehr darüber. Danach waren wir so fertig, dass wir direkt ins Bett gefallen sind.

20130720_Sandwich

Am nächsten Tag wurde es ernst: Der letzte Tag der San Diego Comic Con – jetzt mussten wir alles machen, was wir bisher nicht geschafft haben. Also haben wir uns nach einem erneut leckeren und stärkenden Frühstück im Hotel ins Getümmel gestürzt. Diesen Tag konnten wir sogar das SDCC-Shuttle nutzen, das fährt direkt vor dem Hotel in einem Takt von 15 Minuten ab und fährt ca. 20 Minuten zum Convention Center. Super praktisch!

Nach einem ausgiebigen Shoppingtrip durch die Exhibit Hall und einer kleinen Abschiedsrunde haben wir uns an einem der Essensstände noch mit einer Pizza und ein paar Keksen gestärkt, bevor wir uns auf dem Weg zu unserem letzten geplanten Panel machten.

20130721_ZombieAAAHH

Auch hier waren wir wieder viel zu früh dran – und ohne Schlange konnten wir direkt reingehen. Damit hatten wir das große Glück, in einem Panel zu landen, das sich um die Serie Under the Dome drehte. Genau genommen gab es das Screening der 5ten Folge der ersten Staffel als Vorab-Ausstrahlung – und wir waren schwer beeindruckt. Eine unglaublich spannende Serie, aufbauend auf dem Buch “Under the Dome – A Novel” bzw. “Die Arena” von Stephen King, fesselte uns direkt von der ersten Minute an und hat sich nach ganz oben auf unsere Must-See-Liste geschummelt. Als wir danach noch die Schauspieler in der Q&A-Session kennen lernen durften, waren wir restlos begeistert.

Das ist es, was mich auch sehr von der Comic Con begeistert, man entdeckt unglaublich viel, wenn man einfach mal sitzen bleibt und ein wenig offen für Neues ist.

Dann endlich, endlich kam ein von mir ersehntes Panel (und leider, leider auch unser letztes): Ein Screening von “Buffy – Once More with Feeling” – mit Untertiteln zum mitsingen! Kurz vorgestellt wurde es von Nicholas Brandon und schon ging es los. 500 Leute im Raum sangen mit, richtiges Gänsehautfeeling! Und ich habe mit Schrecken festgestellt, dass ich den Text noch konnte! Auch wenn ich mir die Folge und den Soundtrack nicht so oft angeschaut/-hört habe, konnte ich doch noch 90% des Textes auswendig (der beste Mann war schwer beeindruckt – ich auch).

Am Ende der Folge brandete tosender Applaus auf und alle standen auf – erst zum Applaudieren, dann, um den raum zu verlassen. Denkt man sich, dass man sitzen bleiben kann, solange man will, heißt es schon etwas, wenn nach einem Panel alle Leute im Raum aufstehen und ihn verlassen.

Wir schlossen uns an und waren mit dem nächsten Shuttle wieder auf dem Weg zum Hotel – denn wir hatten noch eine Verabredung am Abend.

Nachdem wir uns kurz umgezogen haben, aßen wir im Hotel sehr leckeren Ceasar’s Salad zu Abend und gingen dann los – zu Fuß. Zur Stand-up-Show von Bill Cosby im Humphreys Concerts by the Bay – eine wunderschöne Location, direkt am Meer, zwischen Palmen und nur 5 Gehminuten von unserem Hotel entfernt – ein Träumchen!

20130721_Bill Cosby

Unter freiem Himmel warteten wir bei wunderbaren Temperaturen auf den Auftritt von Bill Cosby. In Deutschland ist er (wie uns auch) eigentlich nur durch die Bill Cosby Show bekannt geworden, als Stand-up-Comedian haben wir ihn nie wahr genommen. Umso überraschter waren wir, als er die ersten Witze auf der Bühne riss und wir uns vor Lachen nicht mehr einkriegen konnten. Er ist wirklich ein toller Komiker – ein Satz, ein Geräusch, ein Gesichtsausdruck – alles spielt bei ihm zusammen die richtige Melodie und bringt einen zum Lachen. So wunderbar, dass ich nicht anders konnte, als nachträglich eine Rezension zu verfassen.

Nach diesem wundervollen Tag, an dem wir traurig, glücklich, fröhlich, satt und glücklich-geshoppt waren, konnten wir nicht einfach ins Bett fallen. Deswegen haben wir uns vor dem Schlafen gehen noch ein paar Folgen der Serie Person of Interest angesehen. Dieses Mal auf Englisch, denn wie wir in den vielen Screenings festgestellt haben, verstehen wir genug englisch, um damit auch englisches Fernsehen zu verstehen. Das wichtigste jedenfalls.

Das war die SDCC! Traurig und gleichzeitig sehr glücklich haben wir Abschied genommen – es war toll, ich würde es gerne noch einmal wiederholen, aber solange wir keinen edlen Spender finden, wird das wohl erstmal nicht möglich sein. ;-)

Der Frage-Foto-Freitag von Ohhh Mhhh…

Schon länger lese ich den Blog Ohhh Mhhh von Steffi Luxat und beobachte ihren Frage-Foto-Freitag, seit sie ihn 2012 ins Leben gerufen hat. Eine wirklich schöne Idee, aber bisher haben mich die Fragen nicht so angesprochen. Dieses Mal ist das anders und ich mache mit beim

FFFOM

1.) Was hast du gerade immer dabei? – Meine Sonnenbrille.

20130822_Brille
2.) Was hat dich berührt? – Ein tolles Video eines Studenten der die Frischlinge an der Georgia Tech begrüßt hat.

20130822_GeorgiaTechSpeech
3.) Was schmeckt dir gerade besonders gut? – Neu für mich entdeckt: Die Bionade Holunder. Endlich mal ein anderer Geschmack als Cola/Zitro-/Orangenbrause.

20130822_Bionade
4.) Möchtest du allen empfehlen? – Den YouTube-Channel Geek and Sundry – vor allem die Videos der Reihe TableTop bringen ein bisschen frischen Wind in die angestaubten Brettspiele zuhause.

20130822_GeekandSundry
5.) Worauf freust du dich dieses Wochenende besonders? – Grillen am Rhein mit Freunden. Wenn das Wetter nicht mitspielt, fällt der Rhein weg, aber beim Grillen bleibt’s! … Schonmal versucht, ein Foto von etwas zu machen, das noch nicht stattgefunden hat? Ist schwer! … Deswegen als Ersatz etwas, das ich auch herbeisehne: Mein Termin bei der GeniusBar!

20130822_MacBook

Turbo – die Super-Schnecke!

Den Trailer von Turbo hatten wir schon vor unserem Urlaub in Deutschland gesehen und dachten uns: netter Film, ist bestimmt eine süße Story, da gehen wir mal rein.

Im Urlaub hat sich dann die Gelegenheit ergeben, den Film im Kino zu sehen und wir hatten recht mit unserer Vermutung. Turbo ist eine unglaiblich süße Schnecke (nicht sexistisch gemeint) mit einem tollen Ziel – und er versucht alles, dieses Ziel auch zu erreichen. Gegen die Widerstände seiner Familie, seines besten Freundes und der Natur. Einiges sieht man im Trailer schon – aber sehr viel bleibt verborgen und das fanden wir wunderbar.

Turbo hat sehr viel von Cars, Die Monster Uni – und noch mehr eigenes. Die Geschichte um die kleine Schnecke ist wirklich herzerwärmend, ohne schnulzig zu werden – und wunderbar Lustig mit einer kleinen Prise Action. Man kann den Film hervorragend mit (seinen) Kindern sehen, die Kinder bei uns im Kino waren vom Film gefesselt.

Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man ihn (auch mit Kindern) auf englisch sehen. Er ist wirklich sehr gut zu verstehen und ist ein hervorragender Einstieg für Kinder in die fließende englische Sprache, fand ich.

Urlaub, Tag 5&6, oder: NOCH EINE SCHLANGE??

Pünktlich um 06:00 Uhr bin ich wach geworden, ohne Wecker, und taufrisch wie eine alte Frau. Die Vorfreude auf den großen Tag ließ uns aber aus dem Bett springen: Heute fängt für uns der Ernst des Lebens an: Die San Diego Comic Con! Mit Badges für 3 der 4 Tage ausgestattet, tanzten wir quasi zu “unserem” VONS und deckten uns mit frischen Sandwiches, Müsliriegeln und kleinen Wasserflaschen ein. So kann das Abenteuer beginnen! Durch den gestrigen Exkurs zur Isola Pizza Bar, die ganz in der Nähe des Convention Center liegt, hatten wir uns bereits einen Parkplatz herausgesucht, der auch nur lächerliche 30$ pro Tag kosten sollte. Da haben wir zugeschlagen! (Das war keine Ironie, auch wenn es so aussehen mag.)

SDCC Eingang

Pünktlich um 09:20 Uhr, 10 Minuten vor Öffnung der Türen in die Exhibit Hall (Ausstellungshalle mit allen Ständen, “Booth”), standen wir bereit. Gemeinsam mit gefühlt 1.000 anderen. Nur vor dieser Tür. Von der es mindestens 7 weitere gab. Es war voll. Dachten wir. Mann, lagen wir falsch! Das haben wir allerdings auch bereits 5 Minuten nach Türöffnung gemerkt, als alle in die Exhibit Hall geströmt sind. Und uns mitgenommen haben. Gegen den Strom zu laufen, war unmöglich – also hielten wir uns aneinander fest wie Hänsel und Gretel und strömten mit. Und wurden direkt in die erste Warteschlange gespült.

An dieser Stelle ein kleiner Exkurs: Dieses Tage waren geprägt von mehreren Sprüchen, die sich durch die Menge und durch die ganze Zeit zog – hier die Top-Platzierten:

4. “Where did you get this?” (Die Leute trugen immer mehr Sachen mit sich herum, die man auch unbedingt haben wollte. Eine Merchandise-Tüte, ein tolles T-Shirt, eine tolle Handyhülle… Und wenn man nicht wusste, wo es das gibt: fragte man die Person, die es hatte. Und bekam auch immer eine Antwort! Tolles System.)
3. “Keep moving people!” (Ähnlich “Mind the Gap” in London/England, wurde dieser Aufruf quasi zu jeder möglichen und unmöglichen Zeit ausgerufen – aber garantiert immer, wenn man nur kurz stehen blieb, um mal eben ein Foto zu machen.)
2. “Is this the end of the line XXX?” (Wie die Überschrift andeutet, gibt es mehrere (Warte-)Schlangen auf der SDCC. Die Enden überschneiden sich manchmal und um nicht in der falschen Schlange zu landen – und – was noch wichtiger ist, in diesem freundlichen Land – sich vor niemanden zu drängeln – fragt man nach. Immer.)
1. “What are you in line for?” (Wenn ich oben von mehreren Schlangen spreche, meine ich damit, dass es für jede größere Booth und für fast jedes Panel eine Schlange gibt. Da stellt man ganz schnell die Frage, wo man denn da am Ende auskommt, wenn man sich hier anstellt, bevor man nach 2 Stunden am Stand mit den My Little Pony-Merchandise auskommt. Doof, wenn man die nicht mag. Oder man kauft halt trotzdem was.)

Somit kam direkt Platz Nr. 1 zum Einsatz: “What are you in line for?” – Antwort der Schlange: “BBC America.” – Ich so zum besten Mann: “Supi, ich bleibe hier.” – Er so: “Aber… okay.” (Einige Minuten später) Ich: “What is there at BBC America?” – Netter Typ hinter uns: “Just Merchandise, you know.” – Ich so: “Ähh… oookaaaayy…” Und wir blieben stehen. Im Nachhinein eine sehr gute Entscheidung. Diese Schlange existierte quasi über die komplette SDCC-Dauer. Und wurde nie weniger – eher mehr. Zumindest, soweit wir es die folgenden Tage sahen.

Nach nur 2,5 Stunden hielten wir dann coole Doctor Who- und Sherlock-T-Shirts, sowie ein paar Tardis-Ohrringe in der Hand. Nett, hat sich doch… gelohnt… *räusper*. Inzwischen war die Menge etwas abgeebbt, die ersten waren in Panels verschwunden und einige andere hatten eine schöne Schlange gefunden, an der sie sich anstellen konnten, so dass wir entschieden, weiter zu gehen und uns “mal umzusehen”.

SDCC BBC Tardis-Ohrringe Doctor Who

Was dann mit einer neuen Schlange endete. Wir hatten es geschafft! Wir standen in der Schlange vor dem “Ballroom 20″. Die gar nicht enden wollte. Höchst berühmt ist der Ballroom 20 vor Ort, ziemlich groß, und doch nie genug Platz für alle. Nachdem wir weitere 2 Stunden gewartet haben, habe ich spontan meine Prioritäten geändert. Das Panel, welchem ich folgen wollte (Psych), hatte bereits angefangen, die Chance, es noch mitzubekommen, stand bei -2. Der beste Mann hatte sich aber festgebissen und blieb stehen (nachdem wir einen festen Treffpunkt und -zeit für den Abend ausgemacht hatten). Für weitere 1,5 Stunden. Und hatte somit das Glück, das Panel zum 10-jährigen Jubiläum von “The X-Files” zu sehen, Gillian Anderson und David Duchovny waren ebenfalls anwesend. Da er einfach sitzen blieb, bekam er anschließend noch die Panels “Entertainment Weekly’s Brave New Warriors” mit, in dem Matt Smith, Kit Harington, Steven Yeun, Tyler Posey und David Giuntoli allerlei Fragen beantworteten. Auch den Anfang vom Panel “Teen Wolf” hat er sich noch angeschaut, aber sich dann trotz Star-Aufgebot dafür entschieden, dann zu unserem Treffpunkt zu gehen.

Ich stellte mich in der Zeit schon einmal in die Schlange am Indigo Ballroom im Hilton Bayfront Hotel an. Rund 3 Stunden vor dem Panel, das ich eigentlich sehen wollte, musste ich nur 1 Stunde warten und war über zwei Stunden vor meinem Wunsch-Panel im Raum. Dann hatte ich meinen Spaß bei dem Kurzfilm “The Sidekick” mit netten Darstellern, die zum Teil sogar bekannt waren (eher B-Promis, aber bekannt). Der Film wurde gezeigt (“Screening”) und die Schauspieler waren anschließend für eine “Q&A” – Fragen-&Antwortrunde im Saal, sehr Fan-nah und interessant.
Das gleiche galt für das darauf folgende Screening einer damals noch nicht im TV ausgestrahlten Folge von Wilfred. Nur Elijah Wood war nicht persönlich dabei – dafür wurde er live “via Satelite” aus Los Angeles dazugeschaltet und beantwortete alle Fragen.

Dann, endlich, mein heiß erwartetes Panel: “Anything goes” mit John Barrowman, seiner Schwester Carole und, überraschend von John auf die Bühne gebracht, seinem Ehemann Scott Gill. Ich hatte Bauchschmerzen vor Lachen, im Paket sind die drei einfach unschlagbar. Frei nach dem Titel des Panels durfte 60 Minuten lang alles gefragt werden – und alles wurde beantwortet. Und ich muss mir noch eine Serie auf meine Liste schreiben: Arrow – gut, dass sie bald in Deutschland startet.

SDCC John Barrowman

Jetzt ging es wieder zurück zum besten Ehemann, der ein wenig fertig war – ob der langen Schlange, ob der vielen Eindrücke… und ein wenig die Schnauze voll hatte (was ich gut verstehen kann). Deswegen haben wir uns auf den Heimweg gemacht und sind, nach einem kurzen Stop bei VONS und einer langen Dusche im Hotel, erschöpft ins Bett gefallen… und einigermaßen früh eingeschlafen.

Am nächsten Morgen wachen wir ausgeschlafen auf – und der beste Mann beschließt, nicht auf die SDCC zu gehen. Was ich nachvollziehen konnte, deswegen haben wir gemeinsam ausgecheckt (wir mussten das Hotel wechseln, da das nachfolgende für die letzten zwei Nächte ausgebucht war), er hat mich am Convention Center abgesetzt und so haben wir den Tag getrennt verbracht. Auch mal ganz nett ;-)

Er hat einiges entdeckt, dass er mir in den nächsten Tagen zeigte – und ich habe auch einiges erlebt.
Die Menschenmasse war sehr viel weniger als am Vortag, es haben sich viele an den Schlangen vor den Panels angestellt, dadurch wurde die Exhibit Hall angenehm voll (von leer konnte immer noch keine Rede sein). Ich glaube, ich habe an dem Tag bestimmt 10 km zurückgelegt – ich bin immer wieder von einem zum anderen Ende der Halle gelaufen, um alles zu sehen und mitzubekommen. An einem Stand habe ich zum Beispiel mitbekommen, dass es eine Fotosession (“Photo-op”) mit John Barrowman geben wird – da habe ich zugeschlagen! Und die Ticket-Verkäuferin hat 5 Jahre in Berlin gelebt und sprach super deutsch. Juhu – endlich mal wieder ein paar deutsche Worte mit einer Fremden wechseln (und Pluspunkte sammeln). Das Shooting sollte um 13 Uhr sein. Es war ca. 11:00 Uhr, das war zu schaffen! Natürlich wieder die lebensnotwendigen Dinge abklären: “Wann wird die Schlange eröffnet?” – “Gegen 12:30 Uhr ca.” – “Okay, dann bin ich um 12:15 Uhr da.”

Noch ein wenig meiner Shoppinglust gefröhnt, einen netten Kontakt hergestellt (“You are from Germany? I’m going to Essen to Star Wars Convention!” – “No Way, awesome!”) und ein verlockendes Angebot abgelehnt (“Do you have time to help me there? Translate, and manage my booth? I will get you in for free!” – “Oh noooo, I would love to, but I will be jetlagged then.” [ich hatte ja soo recht, mist!]

SDCC Emofriends Chewbacca

Vorher hatte ich mir bereits ein Panel herausgesucht: Haven – moderiert von Colin Ferguson – sollte um 15:00 Uhr starten. Bei einer Schlange müsste ich schnell sein, vor allem bei meiner Verpflichtung mit Herrn Barrowman um 13:00 Uhr. Planung und Timing ist alles. Also bin ich um 12:10 Uhr zur Photo-op gegangen – und stand als zwölfte in der Schlange für den John. Yeah! Nach 15 Minuten war ich dran, hallo sagen, umarmen, Foto schießen, danke sagen, wieder raus. Fertig. Auf zum Panel!
(Kleiner Exkurs: Auch in dieser Schlange habe ich einen netten Verkäufer kennen gelernt, der als Captain Jack Harkness verkleidet war – und mich mit ihm ein wenig ausgetauscht. Am Sonntag haben wir ihn dann noch einmal an dem Stand besucht, für den er da war, der “The Who Shop” – tolle Sachen für Fans!)

Vor dem Panel war dann… nichts los. Beziehungsweise, es gab keine Schlange. Der Raum war gefüllt, aber zu meiner Überraschung kam eine Platzanweiserin auf mich zu und fragte mich, ob ich vorne sitzen will – klar! Zweite Reihe. Direkt rechts vor dem Moderatoren-Pult. Jackpot! Ein DC Comics-Panel später (es gibt Comics der Justice League. und der Justice League Dark. Oder so. aha.) kamen sie auf die Bühne: die Haven-Darsteller. Allen voran Colin Ferguson, der von allen am lautesten von den Fans begüßt wurde. Wundert mich mal überhaupt nicht. Es war ein lustiges, interessantes Panel voller Knuddeleien (ehrlich, die Fans haben gefragt und die Stars haben ihnen eine Umarmung geschenkt), aber Haven hat es nicht nach ganz oben auf meine Serien-Liste geschafft.

SDCC Colin Ferguson

Nach dem Ende auf zum nächsten Panel: auch hier war keine Schlange, ich konnte direkt rein – und wieder: zweite Reihe. Ich Glückskind! Aber wieder war ich viel zu früh dran und habe mir ein Panel angesehen, dass “Wolves” hieß. Es gab eine Preview eines Filmes, der “Wolves” heißt. Ja. Ehrlich. Und da kamen Wölfe vor. Stellt euch das mal vor.
Dann endlich “mein” Panel: “The PET Squad” – The Paranormal and Extraterestrial Squad”. Sie jagen Außerirdische oder so. So richtig verstanden habe ich es nicht. Und so richtig toll fand ich es auch nicht, aber: Einer der Produzenten ist Milo Ventimiglia. Der Typ aus Gilmore Girls und Rocky 6 (oder 7, wer kommt da schon mit?). Naja, kam auch eher arrogant rüber – tscha… Dann halt zurück zum Treffpunkt.

SDCC Milo Ventimiglia

Dann konnten wir endlich Einchecken im Best Western Plus Island Palms Hotel & Marina (ich habe die Kategorie “1 King Bed – Nonsmoking” gebucht – und wir bekamen eine Suite! Mit abschließbarem Schlafzimmer, Wohn- und Essbereich, Küche und riesigem Badezimmer! Hammer.) – das Hotel wurde uns von lieben Freunden empfohlen (und sie sind immer noch ganz liebe Freunde, vielleicht sogar ein bisschen mehr als vorher) und es ist wirklich wundervoll. Tolles Essen (Frühstück, Dinner, alles), klasse Housekeeping, tolle Räume, toller Ausblick, tolle Lage. Wir sind schwer begeistert. Das ist eine Empfehlung!

Wir sind doch tatsächlich um 21 Uhr eingeschlafen! Jetlag besiegt! Yay!

Urlaub, Exkurs: Wie komme ich durch die San Diego Comic Con? oder: Die Bibel der SDCC

Wie angekündigt, ein kleiner Exkurs zum Thema San Diego Comic Con – speziell das Thema “Programmheft” aka die “SDCC-Bibel” muss ich erläutern, denn die paar Zettel haben uns nicht nur viele Nerven bewahrt, sondern uns auch einige schöne Ecken im Rahmen der Comic Con gezeigt, die wir sonst nicht gefunden hätten.

SDCC Bibel Titelbild und QuickGuide

Die Bibel wird einem beim Abholen des Badges ausgehändigt, pro Person eine Bibel. Sie besteht aus mehreren Kapiteln, die Wichtigsten davon sind das Programmheft (“QuickGuide”) und die Details zu den einzelnen Programmpunkten. Auf jeder zweiten oder vierten Seite ist eine ganzseitige Anzeige von einem der Aussteller, mit Hinweisen auf zu erwerbendes Merchandise oder Autogrammstunden, Photo-ops, und noch viel mehr.

Ich habe mir also den QuickQuide geschnappt und die Beschreibung der einzelnen Programmpunkte daneben gelegt und durchgelesen. Jeden einzelnen Programmpunkt. Erleichtert wird das ganze dadurch, dass die teilnehmenden Stars in fett hervorgehoben sind. So kann man sich an den Namen entlang hangeln, wenn man es, wie wir, auf die Serien- und Filmpanels abgesehen hat.

SDCC Programm Donnerstag

Im Quickguide habe ich dann die gewünschten Panels markiert – mit einer 1 (oder einem X oder einem Herz oder Stern oder einem Raumschiff) für die höchste Priorität, die quasi für “wenn ich dieses Panel nicht sehe, hat sich für mich die SDCC nicht gelohnt und ich leide furchtbaren Qualen” steht. Dann kommt die Priorität 2, die ich mit einer 2 (oder einem O oder einem Quadrat oder einer Tardis) gekennzeichnet habe. Die steht für “oh, wenn ich dieses Panel sehen könnte, das wäre sooo furchtbar toll, ich würde allen davon erzählen wollen!”. Und dann die Priorität 3, die bei mir aber nicht mehr vorkam.
Das sollte man, um sich nicht zu überfordern, pro Tag einzeln machen. Denn wenn man alles Priorisiert hat, kommt der schwerste Teil: die Realistische Einschätzung und damit einhergehende Streichung von Panels.

SDCC QuickGuide Donnerstag

Um in die großen Räume (Ballroom 20 und Hall H) zu kommen, muss man 3-6 Stunden Wartezeit einplanen. Das heißt, am Vormittag ein Panel zu besuchen kann man vergessen, wenn man für den Nachmittag ein Prio 1-Panel in einem der großen Räume eingeplant hat.

Genauso kann man nicht an zwei Orten gleichzeitig sein – hat man also zwei Prio 2-Panel zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Räumen, muss man sich auch hier entscheiden, welches der Panels man besucht.

Nicht berücksichtigen muss man Pausen für Essen/Trinken oder Toilettengänge. Man erhält am Ausgang ein Kärtchen, wenn man den Raum nur verlässt, um auf die Toilette zu gehen, so dass man den Raum wieder betreten kann, ohne eventuell (schon wieder) in einer Schlange zu stehen.
Positiv auch: Man hat den perfekten Platz gefunden, es ist alles zu sehen und man ist so nah dran, wie man es willt? Sitzen bleiben! Die Räume werden nur nach vorheriger Ankündigung geleert – die meiste Zeit kann man im Raum sitzen bleiben. Sofern man es denn möchtet.

Hat man sich einen “Schlachtplan” oder “Tagesplan” entworfen, kann der große Tag kommen! Man weißt jetzt, was man besuchen möchte, wo man unbedingt hin muss und wie der Tag ablaufen wird.

Sofern man daran gedacht hat:

  1. Genug zu Essen und zu Trinken mitzunehmen. Müsliriegel, kleine Wasserflaschen, einen Apfel, eine Banane – bloß keine Unterzuckerung riskieren!
  2. Ein bisschen Zeit (je nach Interessensgebiet 4 bis 20 Stunden) für die Exhibit-Hall (die Halle der Aussteller) zu reservieren. Hier gibt es so unglaublich viel zu entdecken! Auch für Nicht-Sammler.
  3. Genug Bargeld oder eine Kreditkarte mitzunehmen. Dank Square kann man an fast jedem Stand (98% würde ich schätzen) mit Kreditkarte bezahlen. Und bekommt die Rechnung per E-Mail. Sehr umweltfreundlich und unglaublich schädlich für den Geldbeutel.

Die Unfassbaren – Now You See Me

Der Trailer zum Film Die Unfassbaren sah sehr spannend aus – ein wenig Krimi mit viel Magie.

Die Story im Film kam aber ziemlich überraschend – es ging nicht nur um gute Zaubertricks, sondern auch um Rache bzw. Vergeltung. Die Zaubertricks habe ich allen abgenommen, fand mich aber nicht so richtig bezaubert, da es einfach ein Kinofilm ist – und einiges nur mit nachträglicher Bearbeitung möglich war.
Die kriminelle Energie hat man im Film gespürt, die Protagonisten haben sie aber als Ehrgeiz dargestellt, das war für mich in Ordnung, denn hier wurden ein paar schöne Ideen umgesetzt, die den Film noch einmal verbessert haben.

Die Darsteller habe ich alle als gut bis sehr gut wahrgenommen – ältere Hasen der Branche wie Woody Harrelson und Morgan Freeman haben neben eher frischen Hasen wie Jesse Eisenberg und Dave Franco den nötigen ernst in den Film gebracht – sie haben sich sehr gut ergänzt.

Trotz der vielen Punkte, die für den Film sprechen, hat er mich nicht umgehauen – es war ein schöner Film, aber auch nicht mehr. Für einen Filmabend mit Freunden zwar durchaus geeignet, aber auf DVD werden wir ihn nicht holen.

Für die Statistik (Donnerstag, Filmstart, Kino 4, Düsseldorf)
Gesamt-Besucherzahl: fast voll
Am Ende des Abspanns saßen noch: 23

Die Monster-Uni 3D – die Monster in der Schule

Die Monster Uni 3D [Trailer], für uns quasi auch Pflichtprogramm, denn der Vorgänger, Die Monster AG, ist einfach ein liebevoll-schöner Film.

Die Monster Uni zeigt, wie alles angefangen hat – wie haben sich Glotzkowski und Sulley kennen gelernt? Warum sind sie Freunde? Und: Warum sind sie so gut in ihrem Job?
Erzählt wurde nicht nur die typische “Cooles-Kid-Uncooles-Kid”-Story, sondern noch viel mehr: Eine Geschichte mit Freunden, Freinden, einer zweiten Chance und viel Wille. Denn wenn man etwas wirklich will, dann wird man es auch erreichen. Das gefällt mir an Geschichten wie diesen so gut: Sie geben einem (Kind) Hoffnung, dass man wirklich das erreichen kann, was man will – selbst wenn alle anderen das Gegenteil behaupten, und das immer und immer wieder.

Und das man manchmal zu dem stehen muss, das man liebt – denn am Ende wird es sich auszahlen!

Insgesamt eine tolle Geschichte, unglaublich liebenswerte Figuren und wir kaufen definitiv die Blu-ray!

Für die Statistik (Montag nach Kinostart, Kino 2, Düsseldorf):
Gesamt-Besucherzahl: 24
Bis das Licht anging saßen noch: 24
Am Ende des Abspanns saßen noch: 4