White House Down – Ja Sir, Mr President, Sir!

Den geplanten Kinobesuch hatten wir dann Anfang des Monats doch nicht mehr geschafft. Dafür waren wir am vergangenen Wochenende endlich, endlich im Film White House Down [Trailer].

Ein toller Film! Nicht so opulent überladen mit Special Effects und ausufernden Explosionen, dafür wieder einmal mit einer ordentlichen Portion US-Patriotismus. Die Handlung zieht einen wie in einer Spirale immer tiefer in den Film, immer stärker in die Spannung hinein, was ich wunderbar finde. Irgendwo stand geschrieben, dass “die ersten 45 Minuten ja gar nichts passiere”. Das ist erstens nicht richtig und zweitens ist Emmerich ein großer Freund von Einführungen. Er möchte einfach gerne wissen, dass wir die Darsteller alle ganz ordentlich lieb gewonnen haben, bevor er sie nach und nach in Gefahr bringt. Wir sollen ja auch mitfiebern.

Das Konzept funktioniert bei mir immer wieder hervorragend. Dass Jamie Foxx (ich fand ihn in Django super), Maggie Gyllenhaal und Channing Tatum ausgewählt wurden, entspricht nur dem Zeitgeist. Alle drei sind hervorragende Schauspieler, auch wenn ich Channing Tatum total abgenommen habe, dass er mit seiner Film-Tochter nicht wirklich etwas anfangen kann (das war doch gewollt?).

Der Film landet auf jeden Fall in unserem DVD-Schrank neben Independence Day und The Day After Tomorrow!

Für die Statistik (Sonntag, Kino 3):
Gesamt-Besucherzahl: 21
Bis das Licht anging saßen noch: 21 (das Licht ging direkt an)
Am Ende des Abspanns saßen noch: 2

The World’s End – vielleicht das Ende der Welt, aber ein verdammt lustiges!

Nach den ersten zwei Filmen der Trilogie, Shaun of the Dead und Hot Fuzz haben Simon Pegg und Nick Frost endlich den dritten Teil fertig und ins Kino gebracht: The World's End.

The World’s End ist ein würdiger Nachfolger und ein toller Abschluss der Trilogie.

Der Humor ist genau wie der der anderen Filme eher albern aber nicht zu pubertär. Die Idee des Filmes ist unglaublich schräg und gleichzeitig so wunderbar in das Konzept der vorherigen Filme passend, dass man ihn einfach sehen muss, wenn man die zwei vorherigen Teile mochte.

Großartige Schauspieler neben Simon Pegg und Nick Frost sind nicht nur Martin Freeman, Pierce Brosnan und Bill Nighy, die dem breiteren Publikum bekannt sein könnten, sondern auch Eddie Marsan und Rosamund Pike, die den Klamauk zu einer echten Geschichte formen.

Wir haben herzlich gelacht im Kino und werden uns den Film auf jeden Fall auf DVD holen. Ich hoffe, es gibt dann eine Trilogie-Edition (auch wenn wir die ersten Teile schon haben), auf der dann noch ein paar Extra-Bonus-Szenen sind.

Der Film ist eigentlich nur für echte Pegg/Frost-Fans etwas, denn für den normalen Kinogänger ist er sicherlich etwas schräg.

Für die Statistik (Mittwoch, Kino 7):
Gesamt-Besucherzahl: 12
Bis das Licht anging saßen noch: 12
Am Ende des Abspanns saßen noch: 7

Planes 3D – wie Cars, nur mit Flugzeugen

Ein paar Jahre nach dem riesigen Erfolg von Cars hat Pixar einen Film mit Flugzeugen entworfen, der ebenso unoffensichtlich Planes heißt.

Auf Hin- und Rückflug nach Amerika haben wir den Trailer mehrmals gesehen, da der Film wohl in Kooperation mit American Airlines produziert wurde, wurde der Trailer mehrmals im Flugzeug gezeigt.

Letzte Woche war ich mit Freunden im Kino und das war der einzige Film, auf den wir uns dann einigen konnten.

Um es kurz zu machen: Ein schöner Film, für Kinder allerdings eher langweilig (zumindest wenn man den Kindern, die ebenfalls im Kino waren, glauben konnte). Nette Witze, schöne Geschichte mit viel Liebe und starken Freundschaften. Natürlich fehlt die wichtige Botschaft am Ende nicht, damit jeder diesen Film als wertvoll anerkennen kann.

Generell ist die Story und sind die Personencharaktere aber der von Cars bzw. Cars 2 sehr sehr ähnlich, was den Film etwas schal macht und einige Witze nicht mehr ganz so lustig.

Der Film an sich ist gut, aber durch die große Ähnlichkeit werden wir ihn nicht auf DVD kaufen.

Für die Statistik (Sonntag, Düsseldorf):
Gesamt-Besucherzahl: ca. 40
Bis das Licht anging saßen noch: ca. 30
Am Ende des Abspanns saßen noch: 3

R.E.D. 2 – Still Retired. Still Extremely Dangerous.

Trotzdem er in Amerika bereits angelaufen war, haben wir es nicht geschafft, ihn uns im Urlaub anzusehen, das musste natürlich nachgeholt werden.

Deswegen haben wir uns R.E.D. 2 in der Vorpremiere im Kino angesehen.
Die Handlung ähnelt dem ersten Teil mit dem Unterschied, dass das Team dieses Mal wirklich zu den Guten gehört.

Bruce Willis, Anthony Hopkins, John Malkovich, Helen Mirren, Mary-Louise Parker, Catherine Zeta-Jones, Byung-hun Lee und alle anderen haben dem Film eine Leichtigkeit gegeben, die man von “normalen” Action-Filmen nicht gewohnt ist. Man merkt einfach nicht, dass sie Schauspieler sind, man hat das Gefühl, sie leben ihre Rollen und das war einer der beiden Gründe, warum ich so viel Spaß am Film hatte.

Der andere Grund war die Ausgewogenheit zwischen Liebe, Action, Humor und Spannung.
Nicht viele Filme schaffen es, diese vier Elemente so wunderbar zusammenzufügen, dass keines unnötig überwiegt – zu viele Actionfilme versuchen sich inzwischen mit Humor und Action und es misslingt fürchterlich (Beispiel für einen funktionierenden Actionfilm mit Humor ist “Expendables”).
RED 2 hingegen balanciert ausgewogen mit allen vieren und wechselt in angemessenem Tempo. Man fühlt sich nicht hin- und hergeschubst zwischen den einzelnen Themen und Szenen, die alle ihre Aufmerksamkeit wollen und wird so auch nie heillos überfordert.

Ein wirklich toller, runder Film, der nichts für pure Romantiker ist. Ich mag ihn!

Für die Statistik (Mittwoch, Vorpremiere):
Gesamt-Besucherzahl: ca. 25
Bis das Licht anging saßen noch: ca. 22
Am Ende des Abspanns saßen noch: 4

Der Frage-Foto-Freitag #4: let me entertain you!

Au mann, die Fragen werden immer besser von Steffi.

FFFOM

Heute ist die Frage: Was schaut ihr diesen Herbst? Im TV, auf DVD, im Kino – whatever! Zeigt 5 Sendungen/Serien/whatever, die ihr liebt und alle sehen sollen!

Neben meiner Passion als Leseratte liebe ich Filme. Meine Lieblings-Genres sind Actionkomödien, gerne auch nur Action oder gerne auch nur Komödie. Auf jeden Fall aber sollte es ordentlich auf die 12 geben.
Anfang des Jahres habe ich mich durch kino.de geklickt und die Neustarts des Jahres fein säuberlich in unseren Kalender eingetragen, denn soweit käme es noch, dass wir eine Preview von einem lange erwarteten Film verpassen! Dann kam die SDCC und wir hatten plötzlich ein Dutzend mehr Serien auf der “Stapel ungesehener Serien”-Liste. Also steht dieser Herbst nicht nur im Zeichen der Leseabende, sondern auch unter dem Stern der Entertainment-Götter.

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1) Serie: Arrow – In den USA wurde bereits das Finale der ersten Staffel ausgestrahlt, ich habe im SDCC-Panel von John Barrowman von dieser Serie erfahren und dadurch auch schon ein paar Spoiler gehört. Seit dieser Woche wird die erste Staffel immer Montags auf VOX um 20:15 Uhr ausgetrahlt und umfasst 23 Folgen, d.h. der Montag ist bis März reserviert, denn die erste Folge war soo spannend!

2) Film: Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2 – Der erste Teil (Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen) ist so unglaublich liebevoll gestaltet und erzählt, dass wir uns den zweiten Teil definitiv ansehen werden. De-fi-ni-tiv!

3) Film: Thor - The Dark Kingdom 3D – ja, muss ich jetzt nix zu sagen, oder? Heißer Kerl rettet Welt. Mit Hammer. Alles hat irgendwie komische Namen (Bifröst, hallo?) aber sieht unglaublich gut aus. Wer mir nicht glaub, hier einer der Trailer.

4) Event: Webcomics – Die Notwendigkeit zu Bloggen. Flix, Leowald und digirev lesen aus ihren Blogs vor und stellen sich der Diskussion. Flix ist endlich mal wieder hier in der Gegend, das lasse ich mir nicht entgehen!

5) Blu-ray-Event: Ich - Einfach Unverbesserlich 2 – Nachdem wir den Film jetzt schon zweimal gesehen haben (einmal auf deutsch und einmal auf englisch), konnten sehr gute Freunde leider aufgrund eines kleinen Wunders (aka Baby) nicht ins Kino. Deswegen holen wir das einfach nach! Mit Cola, Popcorn und der bereits vorbestellten Blu-ray werden wir uns einen tollen Filmabend zuhause machen und gemeinsam den Film sehen (und einfach vergessen, dass wir ihn schonmal gesehen haben). :-)

Da Under the Dome bereits für uns beendet ist (wenn man die englische Variante schaut, hatte man schon das Vergnügen des Finales) und die anderen Marvel-Filme erst ab 2014 kommen, fiel es mir doch recht einfach, mich für 5 zu entscheiden.

Der Frage-Foto-Freitag #3: Lieblingsbücher

Und ich hatte mir fest vorgenommen, heute Abend zu lesen…

Doch dann habe ich die Frage von Steffi Luxat bei Facebook gesehen und jetzt ist es wieder soweit:
FFFOM

Die Frage lautet nämlich: Was sind eure 5 liebsten Bücher?

Da kann ich, als bekennende Leseratte, nicht an mich halten. Dass bei mir mehr als 5 Bücher dabei herausgekommen sind, ignoriere ich Damenhaft und lege euch alle diese Bücher einfach ans Herz.

Die Welt braucht mehr Leser!

Aus der Rubrik Belletristik haben mich ganz besonders angesprochen:
Ich. Darf. Nicht. Schlafen. von S.J. Watson
Ich. Darf. Nicht. Schlafen. wiegt einen in Sicherheit und macht gleichzeitig eine tierische Angst. Ich muss es unbedingt nochmal lesen (also, sobald ich die anderen Bücher von meiner Liste gelesen habe…), es ist einfach schon zu lange her.
Es ist derzeit verliehen, deswegen kein Bild.

Da gewöhnze dich dran: Wie ich mein Herz an den Pott verlor von Vanessa Giese.
Da gewöhnze dich dran wurde von der “Draußen nur Kännchen“-Nessy geschrieben. Es sprüht vor Liebe für Einander, und ist so wundervoll geschrieben (und das nicht auf eine schnulzige Liebesroman-Art, sondern auf die einzig richtige Ruhrpott-Art), dass ich richtig traurig war, als ich das Ende las. Nicht, weil das Ende traurig war, sondern weil das Buch zuende war. Ich hätte noch Stundenlang weiterlesen können. Von den verrückten Handballhühnern, vom Eichhörnchen (kein Tier, soviel sei hier gesagt) und von den Mitmenschen, die einem in diesem Werk begegnen. Ich möchte sie alle umarmen. Bitte.
(Und an dieser Stelle frage ich mich wieder, warum ich dazu keine Rezension geschrieben habe, denn von diesem Buch sollten alle erfahren.)
Das habe ich als eBook, deswegen auch hier kein Bild.

Bei den Koch-/Backbüchern (von denen ich auch ein paar mehr habe), habe ich mich ebenfalls für zwei entschieden:
Süße Sünden von der Hummingbird Bakery
Ein Backbuch mit allerlei Rezepten, von süß bis herzhaft, von einfach bis aufwändig. Wenn ich mal etwas ganz besonders machen möchte, suche ich mein Rezept hier drin.

Sweet&Easy von Enie van de Dings – ihr wisst schon, die von BRAVO TV früher mal.
Alltagstaugliche Rezepte, die etwas besonderes haben, aber nie zu abgehoben sind. Ich muss nicht nach dem nächsten Spezialitätenladen Ausschau halten, wenn ich aus diesem Buch etwas nachbacken möchte. Deswegen liebe ich es – und die Rezepte sowieso.
(Die Sendung “Sweet&Easy” kommt derzeit auf sixx und dieses Rezeptbuch enthält die dort gebackenen Köstlichkeiten.)

Backen

Ein Buch, das mich zwar lesetechnisch nicht vom Hocker gehauen hat, aber dafür meine Arbeitsweise grundlegend verändert hat, kommt eher aus dem Bereich Sachbücher:
Wie ich die Dinge geregelt kriege – Getting Things Done von David Allen
Ich kann nicht behaupten, das Buch flüssig in einem Rutsch durchgelesen zu haben. Eher stolperig mit ein paar Falltüren und Notausgängen. Hat man sich aber durch die (meines Erachtens nach schlimmsten) Seiten 100-150 geackert, wartet danach quasi der Pfad der Erleuchtung: Wie organisiere ich mich am Besten? Was mache ich mit den ganzen eingehenden E-Mails? Meinem riesigen Poststapel? Wie kriege ich meine Aufgaben endlich mal bearbeitet?
Ich habe das Buch vor etwas über drei Jahren gelesen und danach meine Arbeitsweise umgestellt. Seitdem arbeite ich in groben Zügen nach der Methode “GTD” – nicht bis ins kleinste Detail, aber so, wie ich es für mich brauche.
Ich kann das nur jedem ans Herz legen, der auch mal seine Dinge geregelt kriegen will. Viel Spaß damit!

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Aus dem Bereich Comics konnte ich mich nicht entscheiden, deswegen halt drei Bücher (hätte Beetlebum eines herausgebracht, wären es vier).
Simon’s Cat von Simon Tofield (von SimonsCat.com)
Ich liebe Katzen. Den Streunenden komme ich nicht zu nah. Und auch Hauskatzen flößen mir Respekt ein. Aber so generell liebe ich sie. Und ihr eigensinniges, königlich-egoistisches Verhalten. Deswegen trifft Simon Tofield bei mir ins Herz. Seine leicht überspitzt gezeigten Szenen sind so oft so wahr, dass es einfach nur zum Lachen(/Schreien/Weinen) ist.

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Held und Heldentage von Flix
Ich lese Flix’ Seite sehr regelmäßig und mag seinen Humor und seinen Zeichenstil. Seine Figuren sind lebensecht, sie könnten mir so im Supermarkt begegnen. Das ist es, was mir so gefällt. Held gefällt mir noch ein wenig mehr als Heldentage.

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Dinge aus dem Alltag: Instagram-Follower

Es gibt inzwischen für sehr viele Kommunikations-Arten unterschiedliche Verbreitungsmöglichkeiten. Gerne trenne ich einige, bzw. füge zusammen, was sich ähnelt:

Und so lässt sich die Liste vermutlich endlos fortführen, denn immer wieder gibt es eine neue Idee, einen neuen, bisher privaten Teil im Internet zu veröffentlichen.

Bei einigen, eigentlich einem Großteil dieser Dienste, bin ich auch angemeldet – bei ein paar bin ich nie aktiv und andere nutze ich sehr oft. Und trotz Anmeldung hat ein “Trend” mich noch nicht so richtig erfasst: Instagram.

In verstehe den Sinn nicht so richtig, vielleicht ist es für mich auch einfach nicht so spannend, das Essen von 100 anderen Instagrammern anzusehen. Oder deren Kleidung am aktuellen Tag. Oder die Haustiere… Okay, die wären schon interessant.

Worauf ich aber eigentlich hinaus will: Instagram ist mir außerhalb der virtuellen Welt noch nie begegnet. Zumindest nicht bewusst. Deswegen war es für mich eine Premiere, als ich auf der SDCC eine Frau zu einem Comic-Artist sagen hörte:
“I’m following you on Instagram and I love, what you are doing there!”

Ich war ein wenig sprachlos – es gibt einige Sätze, die ich noch nie in meinem Leben gehört habe, aber hätte ich raten müssen, welchen Satz ich demnächst mal hören würde – der hätte es nicht mal unter die Top 50 geschafft.

Der Frage-Foto-Freitag #2

Da hat es sich die Steffi Luxat aber ganz einfach gemacht dieses Mal… ;-)

FFFOM

Die Frage lautet nämlich: Was für 5 schöne Dinge habt ihr dieses Wochenende vor?

Ich habe sie ein wenig zusammengefügt – erstmal steht wieder Lesen auf dem Plan. Erst das (für mich) aktuelle Kluftinger-Buch und dann möchte ich ein Buch lesen, das der beste Mann eigentlich für sich gekauft hat, weil er es so toll fand: Dexter. Wir finden beide die Serie super – der beste Mann vergaß nur leider, dass er kein Leser ist. Alles, was über Nachrichten hinausgeht, ist nicht seins. Deswegen werde/will ich es mir jetzt vornehmen.

Dann habe ich letzte Woche die neue Ausgabe der sweet paul erhalten – ein tolles Magazin mit leckeren Rezepten, DIY-Anleitungen und vielen anderen tollen Tipps.

Am Samstagabend lassen wir die Tradition weiterleben und schauen uns Schlag den Raab an – nicht, dass wir Stefan Raab sonderlich mögen würden, aber die Kandidaten sind meistens sehr sympatisch und stoßen Herrn Raab ab und an von seinem selbstgebauten Thron.

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Eingeplant haben wir noch einen Kinobesuch: White House Down von Roland Emmerich. Einige Filme von Roland Emmerich sind unter meinen persönlichen Lieblings-Filmen – Stargate, Independence Day, The Day After Tomorrow, 2012 – da kann ich den Neuesten nicht verpassen.

Und wenn das Wetter mitspielt, werden wir mit Düsseldorf den 725. Geburtstag auf dem Bürgerfest feiern – es gibt fast nichts schöneres, als direkt am Rhein zu feiern.

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Wir sind die Millers: Nicht wie erwartet, sondern besser!

Schon in Amerika haben wir die Werbeplakate für We’re the Millers bzw. Wir sind die Millers gesehen – und waren hin- und hergerissen, ob wir uns den Film anschauen wollen.

Zurück in Deutschland haben wir letzte Woche spontan beschlossen, dass wir mal wieder ins Kino gehen könnten. Zwischen Entscheidung und Buchung der Karten lagen 5 Minuten – 5 Minuten, in denen uns schnell klar wurde, dass der einzige Film, der uns an diesem Mittwochabend zumindest annähernd interessieren würde (die anderen starteten ja erst am Donnerstag), genau dieser Film wäre. Nach Buchung der Karten habe ich mir den Trailer angeschaut und meine Erwartungen ein wenig runtergeschraubt… Ein Road-Trip-Film, eigentlich nicht so meine Favoriten. Aber gut, so schlimm wird es nicht werden, immerhin spielt Jennifer Aniston mit.

Und ich wurde extrem positiv überrascht. Das Niveau des Filmes ist keineswegs im Sandkasten oder in der Pubertät angesiedelt, sondern ziemlich Erwachsen. Auch wenn man auf den ersten Blick vermutet, dass billige Witze und jede Menge sexuelle Anspielungen vorkommen, ist das nicht der Fall – es gibt sie, ihnen wird aber nicht viel Raum gelassen. Die Situationen, durch die die “Fake-Millers” müssen, werden allesamt recht überlegt gemeistert – und nach und nach entwickelt sich so etwas wie Freundschaft untereinander. Auch mit dem Klischee der Wohnwagenfahrer, das es wohl in Amerika zu geben scheint, wird nicht zu hart ins Gericht gegangen – es wirkt eher erheiternd und liebevoll, auch wenn ich am Anfang den Gedanken nicht unterdrücken konnte, dass DAS doch jetzt nicht auch noch sein muss, passte alles sehr gut ins Bild und rundete den Film schön ab. Ich habe mich sehr gut amüsiert!

Ich kannte keinen der Schauspieler bis auf Jennifer Aniston vorher – trotzdem haben mich alle überzeugt und haben hervorragend in ihre Rollen gepasst.
Bleibt auf jeden Fall bis zum Abspann sitzen – es kommen nämlich noch ein paar Outtakes, die wirklich lustig sind!

Für die Statistik (Mittwoch, Vorpremiere, Kino 6, Düsseldorf):
Gesamt-Besucherzahl: ca. 50
Bis das Licht anging saßen noch: ca. 50 (aufgrund der Outtakes)
Am Ende des Abspanns saßen noch: 4

Tenacious D in Berlin

Wenige Tage nach unserem großen Urlaub hatten wir schon wieder 1,5 Tage Urlaub – dieses Mal nur etwas näher, in Berlin.

Dienstagsabends traten Tenacious D in der Zitadelle (Berlin-)Spandau auf. Ihr einzigstes richtiges Deutschlandkonzert 2013 – das konnten wir nicht verpassen!

Bereits vor Monaten haben wir die Tickets (bei eventim) gekauft und die Flüge (bei germanwings) gebucht. Germanwings bietet die Möglichkeit, einen Spartarif (“Basic”) zu buchen, man hat dann keinen Anspruch auf einen Snack, eine Mahlzeit, etwas zu Trinken oder darauf, ein Gepäckstück mitnehmen zu dürfen. Das war ziemlich perfekt für uns – für eine Nacht reicht Handgepäck und Essen/Trinken nehmen wir so mit (was man für eine Stunde Flugzeit halt braucht).

Berlin ist eine der wenigen Städte, bei der selbst ich als leidenschaftliche Autofahrerin eingestehe, dass man mit öffentlichen Verkehrsmittel sehr viel besser voran kommt als mit dem Auto. Deswegen fiel mir die Suche nach dem perfekten Hotel auch nicht schwer: es musste nur direkt an einer U-Bahn-Haltestelle liegen. Vorzugsweise der U7, die direkt zur Zitadelle fährt. Und das Hotel war schnell gefunden:

Leonardo Hotel Berlin – perfekt gelegen an der U-Bahn Haltestelle Bismarckstr., von der die U7 und die U2 (Richtung KaDeWe, Potsdamer- und Alexanderplatz) abfahren. Für einen relativ günstigen Preis haben wir ein Doppelzimmer gebucht.

Dienstagsmittags von Köln-Bonn abgeflogen, in Berlin-Tegel gelandet, haben wir und noch zwei BVG-Tageskarten besorgt und zum Hotel aufgemacht. Ein kurzer Zwischenstopp bei Rossmann, im Hotel eingecheckt und auf zum Abendessen! Eigentlich wollten wir ein wenig durch die Gegend streifen und uns dann für etwas entscheiden – wir kamen allerdings nur bis zur nächsten Kreuzung: Ein heftiger Regenschauer zwang uns, unter einem Vordach Schutz zu suchen. Als wir da so warteten, dass es aufhört, so zu schütten, beobachteten wir die Gegend und sahen das italienisches Restaurant La Spiga auf der anderen Straßenseite. Kurz die Bewertungen geprüft, dann rein und Essen fassen!

Der beste Mann hatte eine leckere Pizza Margerita mit einem gemischten Salat. Ich habe mir Spagetti mit Pesto bestellt. Dazu gab es Brot – alles in allem leckeres Essen und gut, dass wir den Laden gefunden haben.

Kurz noch einmal im Hotel frischgemacht, haben wir uns in die U7 Richtung Spandau gesetzt und waren rechtzeitig an der Zitadelle.

Vor Ort gab es eine tolle Auswahl an Getränken und Essen – es war wirklich für jeden etwas dabei. Die Zitadelle Spandau ist ein Open-Air-Gelände, das leider nicht abschüssig ist o.ä., so musste man als kleiner Mensch einen Platz für sich suchen. Wir hatten Glück und haben recht gute Plätze gefunden. Kurz nach 20 Uhr traten Tenacious D auf – es war eine tolle Show! Für einen detaillierten Bericht verweise ich gerne auf den Artikel in der Berliner Morgenpost – sehr gut getroffen. (Zumal ich so nicht die vielen sexuellen Anspielungen aufschreiben muss, die im Konzert vorkamen.)

Die Rückfahrt war angenehm (aber etwas warm mit so vielen Menschen in der U-Bahn) – alle wussten sich zu benehmen, ziemlich Erwachsen.

Am nächsten Morgen haben wir ausgecheckt – um 16 Uhr mussten wir am Flughafen sein, es blieb also noch genug Zeit. Nach einem Frühstück im Extrablatt in den Wilmersdorfer Arcaden (wo man hervorragend Leute gucken konnte), haben wir uns mit unserem Handgepäcktäschchen aufgemacht, das KaDeWe zu besuchen. 7 Etagen voller Spaß – und doch blieben wir am meisten in der Spiele-Abteilung, bei den Elektronik-Artikeln und am Ende natürlich oben im Restaurant.

Einen leckeren Erdbeersalat und ein großes Stück Erdbeerkuchen später standen wir dann wieder auf der Straße und wussten nicht recht, wohin mit unseren restlichen 2 Stunden. Es war die riesige Auswahl, die uns etwas stocken ließ. Dann wurde uns die Entscheidung aber quasi abgenommen, da wir von einer netten jungen Frau angesprochen wurden (auch so ein Phänomen der Großstadt – dich quatschen von allen Seiten Leute an), ob wir nicht die Stadtrundfahrt machen möchten. Nach Preisprüfung und Gegencheck des Portemonnaies, saßen wir oben in einem roten Doppeldecker-Bus und genossen die Aussicht auf und die Erklärungen über Berlin. Da es mehrer Routen gibt, werden wir nächstes Mal eine der anderen Routen nehmen – Berlin ist so groß, da sieht man immer etwas Neues.

Bei unserem nächsten Besuch werden wir auch (nicht neu für mich, für den besten Mann aber schon) den Potsdamer Platz samt Filmmuseum und LEGO-Discovery besuchen. Darauf freue ich mich jetzt schon!

Mit dem Taxi wieder zurück zum Flughafen Tegel, waren wir mit ein bisschen Verspätung dann auch nach 2 Stunden wieder in Köln und konnten die Heimreise antreten – am nächsten Tag mussten wir ja wieder arbeiten. Ein schöner Kurzurlaub mitten in der Woche – soetwas wollen wir öfter machen!