Da isser wieder! Oh… Er ist wieder da!

Timur Vermes hat Aufsehen erregt, als er ein Buch über den wieder auferstandenen Hitler schrieb. Ich war lange skeptisch, habe aber dann vor 3 Jahren doch das Buch gehört – und die Story hat mich nach ersten Anlaufschwierigkeiten doch gefesselt.

Jetzt war ich gespannt, wie dieses (sehr satirische, mit schwarzem Humor gespickte) Buch in einen Film gepackt werden würde. Der Trailer war auf die Lachmuskeln ausgerichtet, sollte natürlich Leute ins Kino bringen. Der Film selbst war nicht zu 100% lustig, aber darum ging es ja auch nicht. Es ist aber auch kein Film mit dem ewig erhobenen Zeigefinger, sondern eher mit einem immer-geschlossenen zweiten Auge, das zwinkert und zwinkert und zwinkert und zwinkert…

Ein paar humoristische Stellen waren natürlich dabei, die Umwandlung in einen Film hat durchaus geklappt – natürlich wurde nicht zu 100% an das Buch gehalten, vor allem das Ende aus dem Buch hätte mir persönlich hervorragend gefallen, aber die aktuelle Lösung ist auch sehr gut gewählt.

Ich muss gestehen, ich habe Christoph Maria Herbst vermisst. Wenn jemand eine Karikatur von Hitler (neben Michael Kessler) darstellen könnte, dann ist er es, einer meiner deutschen Lieblings-Schauspieler (auch wenn die Auswahl an “echten” Schauspielern unter den deutschsprachigen Schauspielern eh schon sehr klein ist, wenn man sich mal eingesteht). Nichts desto trotz war Oliver Masucci ein durchaus guter Hitler (das klingt seltsam…) und hat ihn mit dem notwendigen ernst (auch das klingt komisch…) und Humor (es wird immer komischer) dargestellt.

Ein netter Film, den man sich allerdings auch nicht im Kino anschauen muss – auf DVD genügt es. Wenn man den richtigen Humor hat.

Für die Statistik (Sonntag, Düsseldorf, Kino 2):
Gesamt-Besucherzahl: ca. 300
Bis das Licht anging saßen noch: ca. 290
Am Ende des Abspanns saßen noch: n/a

Der Marsianer: Einsam, geerdet (haha) und richtig gut gemacht

Nachdem wir den Trailer gesehen hatten, waren wir uns sofort einig, dass wir uns den Film Der Marsianer - Rettet Mark Watney mit Matt Damon unbedingt ansehen müssen.

Im Vorfeld gab es bereits ein paar lustige Tweets, wie oft Hollywood inzwischen schon Matt Damon retten musste (zum Beispiel in Der Soldat James Ryan) und sogar eine Crowdfunding-Aktion wurde Spaßeshalber gestartet – ob Marketing oder Fan-Aktion ist egal, witzig ist es allemal.

Man wird direkt in die Handlung geschmissen, wenige Minuten vor dem GAU auf dem Mars – es gibt keine lange Einführung der Charaktere, man merkt sehr deutlich, dass man sich hier einen Film von Ridley Scott ansieht. Man ist direkt gefangen in den ersten Minuten und fiebert mit.
Ohne zu viel von der Handlung zu verraten, kann ich sagen, dass der Film und die Rollen sehr geerdet (und das auf dem Mars – haha) und realistisch angelegt sind. Wir haben zwar keine Ahnung, wie ein Leben auf dem Mars wäre, aber ich hatte nur wenige Sekunden lang im Film den Eindruck, dass etwas erfunden oder unrealistisch war.

Eine großartige Leistung von Matt Damon und seinen Schauspielkollegen und ein Film, der eine Mischung aus Gravity, Oblivion, Independence Day und Star Trek ist. Er bedient sich all der Puzzelteile aus den Universen, die zusammenpassen und ich war wirklich begeistert!

Wir haben den Film in 3D gesehen und für jemanden, der auf weite Wüstenlandschaften in 3D steht, ist das vermutlich genau das richtige.

Wenn wir uns den Film wirklich kaufen, dann auf Blu-ray, aber nicht in 3D.

Für die Statistik (Mittwoch, Vorpremiere, Düsseldorf, Kino 1, iSense):
Gesamt-Besucherzahl: ca. 550
Bis das Licht anging saßen noch: ca. 500
Am Ende des Abspanns saßen noch: 8

Mission: Impossible 5 – Noch ein Teil – zurück zu alten Ufern

Vor ein paar Wochen schon haben wir einen Ausflug nach Dresden gemacht und waren da auch im Kino und haben uns den neuesten Mission: Impossible angesehen. Wie bereits mehrfach erwähnt, bin ich ja kein Fan von Tom Cruise, aber er macht halt gute Filme.

Auch der neueste Teil Mission: Impossible Rogue Nation [Trailer] ist wieder etwas anders, aber geht immer noch in die richtige Richtung, die ein Hollywood-Streifen haben sollte.
Der Film beginnt mit einem Deja-vû: Wieder einmal sind alle gegen Ethan Hunt, wieder einmal ist “alles vorbei” – aber dieses Mal ist es doch ganz anders.
Herr CruiseEthan Hunt verhält sich in Teil 5 immer mehr wie James Bond – ehrenhaft, kämpferisch, kühl aber dennoch begeisternd. Dieser Teil hatte mehr von den guten alten Agenten-Filmen und die Schauspieler-Auswahl war wirklich hervorragend (ScottySimon Pegg Simon Pegg Simon Pegg Siiimoooon Peeegg!!! Und Jeremy Renner und Alec Baldwin. Natürlich.).

Alles in allem ein richtig guter Film, der nach einer Fortsetzung schreit und sie vermutlich auch bekommen wird, denn ich habe das Gefühl, dass der Hauptdarsteller eine neue Bond- oder Bourne-Ära einläuten möchte und einfach so lange Filme dreht, bis er Doctor-Who-mäßig eine Reinkarnation erlebt und die Ethan-Hunt-Reihe fortgesetzt werden kann… (“Mission Impossible 19. Jetzt wird es wirklich, wirklich persönlich!”)

Für die Statistik (Sonntagnachmittag, Dresden):
Gesamt-Besucherzahl: 18
Bis das Licht anging saßen noch: 7
Am Ende des Abspanns saßen noch: 5

Dresden: Schön, kraftvoll und imposant

Nachdem es ewig auf unserer Liste stand, haben wir uns ein langes Wochenende in Dresden gegönnt.

Wir sind am Freitagmorgen mit dem Auto losgefahren, es sind ca. 6 Stunden Fahrt, aber wir fahren gerne und wollten vor Ort flexibel sein, was im Nachhinein gut, aber nicht notwendig war.
Auf dem Weg haben wir noch einen Stop bei der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora gemacht. Ich habe sehr sehr lange nicht mehr an einem solchen Ort gestanden und wollte mir noch einmal vor Augen führen, für was wir eigentlich dankbar sein müssen (und sind).

KZ_MB-Dora

Im Motel One am Zwinger angekommen, haben wir uns nach dem Check-In erst einmal eine Stärkung gesucht und ein richtig leckeres Restaurant gefunden, das Restaurant William, direkt gegenüber vom Hotel im Schauspielhaus Dresden. Hervorragendes Essen und außerhalb der Vorstellungen (leider) nicht sonderlich stark besucht.

Ein erster Spaziergang um den Zwinger, an der Semperoper vorbei und zur Elbe (alles fußläufig vom Hotel – Glückstreffer!) und anschließend ging es für uns auch schon ins Bett, die Fahrt war doch recht anstrengend.

Der Samstag brachte uns großartiges Wetter, so dass wir uns nach einer Stadtrundfahrt durch Dresden für eine kleine Shoppingtour entschieden haben. Das “Haus des Buches” (von Thalia) hat mit 4 Stockwerken voller Bücher meine Träume erfüllt und neben ein paar coolen Geschenken auch endlich ein Buch für mich und mein (Job-wechsel-bedingtes) “Mittagessen-Problem” zu bieten gehabt.

Da ich mir jetzt jeden Mittag aussuchen kann, wohin ich zum Essen gehe (Großstadt, Zentral und mit einem Vapiano im Hause), kann ich mich noch schwerer entscheiden und lande meist beim (ebenfalls im Hause befindlichen) Discounter, das wird schnell eintönig.
Ich habe schon ein paar Wochen nach einem guten “Mittagessen”-Buch gesucht, das mir 1-Personen-Gerichte zur Vorabend-Vorbereitung anbietet, die nicht zu abgedreht sind (Entschuldigung, dass ich keine verrückten Zutaten wie Zitronengras, Topinambur oder Tofu permanent im Haus habe) – und bin im Haus des Buches endlich fündig geworden: Käts Lunchbox mit tollen Rezepten, Sandwiches, Nudelgerichten, Reisgerichten und auch was besonderem.
Ich habe schon ein paar Gerichte daraus gekocht und gegessen – einfach (und) großartig bis jetzt!

Den Mittag und Nachmittag haben wir dann an der Elbe verbracht – erst in einem Restaurant, in dem ich Quarkkeulchen probiert habe, die die Wespen aber eindeutig mehr mochten, als ich (was mehr mit den Wespen zu tun hatte, als mit mir). Später haben wir uns in ein Café-Restaurant schräg gegenüber der Semperoper gesetzt und ich habe mir noch eine Eierschecke gegönnt – sehr, sehr lecker! Wie Käsekuchen mit fluffigem Baiser obenauf. Grandios!

Eierschecke

Dabei haben wir den Menschen zugeschaut, die an uns vorbeizogen. Also im wahrsten Sinne des Wortes, denn es gab eine Demonstration der politisch Links orientierten. Samt “Refugees welcome”-Schildern, Musik aus Lautsprechern und Polizeibegleitung. Sehr, sehr friedlich und ziemlich beeindruckend, das aus der Nähe zu sehen. Gott sei dank wurde kein Streit gesucht.

Demo

Den Nachmittag haben wir dann ruhig ausklingen lassen und bei 35 °C sind wir dann irgendwann auf das Hotelzimmer zurückgekehrt, da gab es nämlich eine Klimaanlage.
Am Freitag hatten wir direkt gegenüber eine Einkaufs-Meile eintdeckt, mit Kamps, REWE und allem, was man braucht. Da ich am Freitag auch den Elbenwald-Store entdeckt hatte, musste ich da heute unbedingt nochmal hin, bevor ich keine Chance mehr dazu hatte! Quasi Liebe auf den ersten Blick war dann das The Big Bang Theory-Monopoly-Spiel, das wir uns dann auch gekauft haben. Elbenwald bin ich schon einmal auf einer RingCon über den Weg “gelaufen”… Hier fällt mir auf, dass ich nie von meinem Besuch auf der RingCon geschrieben habe – dort war ich nämlich letztes Jahr einen Tag, obwohl mich da eigentlich nur die Universen von Harry Potter und Buffy/Charmed interessieren. Das hole ich nach!

Auf jeden Fall ging es nach diesem sehr erfolgreichen Shopping-Tag wieder über die Straße zurück ins Hotel und ein paar Serienfolgen später waren wir im Schlummerland, die Hitze setzt uns doch ein wenig zu.

Oh, das Frühstück! Am Samstag und am Sonntag haben wir uns kein Frühstück im Hotel geholt, sondern uns nur ein Brötchen (Samstag), bzw. ein Frühstück (Sonntag) bei Kamps gegönnt – bei angenehmen Temperaturen um 25-28 °C (morgens um 9/10 Uhr!) konnte man perfekt draußen frühstücken.

Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen des Ausfluges. Auf der Stadtrundfahrt haben wir die Auswahl gesehen und uns für den Dresdner Zoo und das Deutsche Hygiene-Museum entschieden.
Zuerst waren wir im Hygiene-Museum, das an dem Tag den Tag der offenen Tür hatte (kostenloser Eintritt, hui!). Gegründet vom Odol-Erfinder behandelt das Museum nicht nur Mundhygiene, sondern alles rund um die menschliche Gesundheit. Die Geburt, Anatomie, Verdauung, Verhalten, Psychologie, Sexualtrieb, Nahrungskette und und und des Menschen. Hochinteressant, sehr individuell gestaltet und sehr ideenreich und plastisch umgesetzt! Das kann ich wirklich nur jedem empfehlen – da lohnt sich der Eintrittspreis definitiv!
Quasi schräg gegenüber liegt der Dresdner Zoo, ein netter Zoo, der es allerdings nicht mit der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen (immer noch mein Maßstab für einen tollen Zoo) aufnehmen kann – es ist halt ein “Stadt-Zoo”.
Den Zoo mussten wir auch nach 45 Minuten wieder verlassen – es war einfach zu heiß!

Ein kurzes Mittagessen, wiederum direkt an der Elbe, haben wir genossen (immer diese Wespen überall!), haben uns dann aber in die Kühle eines Kinos zurückgezogen und uns Mission: Impossible: Rogue Nation (den 5. Teil) angesehen. Dazu folgt noch eine Rezension separat. Eine Kugel Ben&Jerry’s war da aber auch noch drin! :-)

Abends sind wir noch ein wenig mit dem Auto durch die Gegend gefahren und haben es genossen, ein wenig für uns in einer fremden Stadt zu sein, die einem schnell das Gefühl gibt, dass man sie kennt (zumindest, wenn man sich zentral hält).

Der nächste Morgen kam viel zu früh, die Abreise ließ sich nicht vermeiden, aber Dresden hat bei uns einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Wir haben weder die Frauenkirche besucht, noch einen typischen Touri-Trip gemacht, die Semperoper haben wir nur von außen gesehen und auch auf der Elbe waren wir nicht “Dampfschiff”fahren.

Aber für uns war Dresden einfach schön. Ruhig, unkompliziert, direkt und dennoch freundlich.

Wir kommen wieder!

Gelesene Bücher XLII (Oktober 2015)

Derzeit lese ich:
Zero – Sie wissen, was du tust (Marc Elsberg) – Roman

Gelesen im Oktober 2015:
Mörderische Umarmung (Suzanne Brockmann) – Roman – 7
Über Topflappen freut sich ja jeder: Weihnachten mt der Online-Omi (Renate Bergmann) – Roman (Hörbuch) – 7+
Troubleshooters – Bedingungslos (Suzanne Brockmann) – Thriller/Roman – 7-
Spademan (Adam Sternbergh) – Roman (Hörbuch) – 7-
Apfel, Kuss und Mandelkern (Susan Mallery) – Roman – 6+
Spiel ins Herz (Poppy J. Anderson) – Roman – 7+
Das bisschen Hüfte, meine Güte: Die Online-Omi muss in die Reha (Renate Bergmann) – Roman – 6+

Gelesen im September 2015:
Nicht ohne Risiko (Suzanne Brockmann) – Roman – 7+
Ich bin nicht süß, ich hab’ bloß Zucker! (Renate Bergmann) – Roman (Hörbuch) – 7

Gelesen im August 2015:
BLACKOUT (Marc Elsberg) – Thriller – 9
Ein Mann Namens Ove (Fredrik Backman) – Roman (Hörbuch) – 7+
Im Netz der schwarzen Witwe (Suzanne Brockman) – 7+
Der Weisheit letzter Kuss (Susan Mallery) – Roman – 7
Chaotische Küsse (Poppy J. Anderson) – Roman – 7
Nur zu deinem Schutz/Butterfly Code (Harlan Coben) – Roman – 7
Der Mann, der seine Frau vergaß (John O’Farrell) – Roman (Hörbuch) – 5
Sie sehen dich (Harlan Coben) – Thriller – 7
Kein Sterbenswort (Harlan Coben) – Thriller – 7+

Gelesen im Juli 2015:
Der Junge muss an die frische Luft (Hape Kerkeling) – Autobiografie (Hörbuch) – 7
Ich finde dich (Harlan Coben) – Thriller – 8+
The Walking Dead 22: Eine neue Welt (Robert Kirkman) – Comic – 7+
Verheißung – der Grenzenlose (Jussi Adler-Olsen) – Thriller – 7

Gelesen im Juni 2015:
Was mache ich hier eigentlich? (Martina Hill) – Reiseroman (Hörbuch) – 9+
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Buch 7) (Joanne K. Rowling) – Jugendroman (Hörbuch) – 8
Mr. Mercedes (Stephen King) – Thriller

Gelesen im Mai 2015:
Nur ein Kuss (Poppy J. Anderson) – Roman – 7+
Grimmbart (Michael Kobr, Volker Klüpfel) – Krimi – 7+

Gelesen im April 2015:
Gestern Nacht im Taxi (Sascha Bors) – Roman – 5
Das Mädchen, das verstummte (Hjorth/Rosenfeld) – Krimi – 7+

Gelesen im März 2015:
Aller Liebe Anfang ist ein Kuss (Susan Mallery) – Kurzroman – 6
Kuss und Kuss gesellt sich gern (Susan Mallery) – Roman – 7
Cheerleader küsst man nicht (Poppy J. Anderson) – Roman – 7

Gelesen im Februar 2015:
Until we fly (Courtney Cole) – Roman – 7

Gelesen im Januar 2015:
Drum küsse, wer sich ewig bindet (Susan Mallery) – Roman – 7+
Before we fall (Courtney Cole) – Roman – 7-
If you leave (Courtney Cole) – Roman – 7+
If you stay (Courtney Cole) – Roman – 7
Liebe, Krise, Footballspiele (Poppy J. Anderson) – Kurzroman – 5
Bob der Streuner (James Bowen) – Biografischer Roman – 7+

Noten: 0 = “die Minuten meines Lebens bekomme ich nie wieder” bis 10 = “genial, fesselnd, perfekt”