Batman v Superman: Dawn of Justice – düster, dunkel, ohne Hoffnung

Bei Comic-Verfilmungen sind wir dabei – ob Marvel oder DC ist uns dabei egal. Nach Man of Steel mussten wir uns also auch die “Fortsetzung” anschauen – der Trailer von Batman v Superman: Dawn of Justice versprach ja schon einiges.

Ich habe mir noch einmal meine Rezension von Man of Steel durchgelesen und muss sagen, dass die Fortsetzung den Geist des Filmes weiterlebt. Es ist ein dunkler, düsterer Film, der einen wirklich runterziehen kann, wenn man sensibel ist. In einer Welt, die das Gute verdammt und verurteilt und dem Bösen huldigt, ist Superman verloren.

Vieles an dem Film kann ich kritisieren – die Schnitte, die Autorennen, die Autos an sich (hässlich), das Batmobil ist weder richtig zu sehen noch wirklich angenehm anzuschauen. Batman kann/darf nur kämpfen, wenn sein Gegner deutlich schwächer ist. Es gab zwei (!) Szenen, in denen es etwas zu lachen gab. Bruce telefoniert im Auto mit dem Handy am Ohr (!) – schon einmal was von einer Freisprecheinrichtung gehört?? Es gibt einige verwirrende Szenen, die mir Albträume beschwert haben und in meinen Augen nicht so richtig notwendig gewesen wären. Die Story an sich… nun ja, die ist nicht richtig stark, sondern eher ein bisschen aufgewärmt.

Es gibt aber auch vieles positiv zu bemerken: Es gab zwei Stellen zum Lachen. Nein, ernsthaft – der Anfang ist zwar schräg, aber gut inszeniert (Nahaufnahmen wirken in 3D immer ein bisschen mehr). Generell ist der 3D-Effekt ganz nett, nicht überladen, aber gut aufgenommen. Die Schauspieler sind durch die Bank weg hervorragend und es gibt einige schöne Kampf-Szenen. Am Besten fand ich, dass ein weiterer Superheld hinzukommt und sich einmischt.

Auf die Positiv-Liste gehört definitiv: Ben Affleck ist ein toller Batman! Ich finde ihn sogar besser als Henry Cavill als Superman, aber das ist sicherlich Geschmackssache. Endlich ist Batman “alt” (ich nutze gerne den Vergleich zu Iron Man: man stelle sich Robert Downey Jr. mit 20 Jahren als Iron Man vor – geht einfach nicht).

Es ist schwer, den Film zu beurteilen, denn für Menschen, die auf düstere Filme stehen, ist er sicherlich ein Vollstreffer. Für Marvel-verwöhnte ist Batman v Superman allerdings Gewöhnungsbedürftig und die inzwischen 7,7 Sterne auf IMDB (von ehemals 8,6 am Vorpremieren-Mittwoch) kommen meinem persönlichen Empfinden schon näher.

Ich werde ihn weder auf DVD noch auf Blu-ray geschweige denn als 3D-Blu-ray kaufen. Ich denke auch nicht, dass man hier von einem potentiellen zukünftigen Klassiker sprechen kann.

Für die Statistik (Mittwoch, Vorpremiere, Düsseldorf, Kino 1, iSense):
Gesamt-Besucherzahl: ca. 570 (nur noch Einzelplätze frei)
Bis das Licht anging saßen noch: ca. 560 (das Licht ging fast direkt an)
Am Ende des Abspanns saßen noch: ca. 60

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