Independence Day: Wiederkehr – 20 Jahre später

1996 kamen die Aliens, um den Planeten Erde wie ein Schwarm von Heuschrecken zu überfallen, auszubeuten und sterbend zurückzulassen. Die Menschen waren ihnen egal, sie brauchten Ressourcen. Das war der Fehler – sie haben die Menschen unterschätzt.

Ohne zu lügen, muss ich sagen, dass Independence Day einer meiner Lieblingsfilme ist – um nicht zu sagen, steht er quasi unangefochten an Platz Nr. 1 (und teilt sich den ersten Platz mit Star Trek) – ich könnte ihn immer wieder und zu jeder Tages- und Nachtzeit sehen (für Serienfans: Star Wars ist für Ted Mosby das, was Independence Day für mich ist).

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Ein Auszug aus meiner Top-Liste bei IMDB – das sagt auch schon eine Menge aus ;-)

Auf die Fortsetzung habe ich also buchstäblich 20 Jahre gewartet und dass diese auch noch von Roland Emmerich selbst inszeniert wurde, war für mich nur ein Garant, dass mir der Film gefallen würde (2012, The Day After Tomorrow, White House Down, Stargate… um nur ein paar zu nennen).

Wie kann die Welt also aussehen, 20 Jahre nach dem “großen Feuerwerk” am 4. Juli? Nach “wir werden nicht schweigend in der Nacht untergehen [...] wir werden überleben, wir werden weiter leben” (aah, Gänsehaut)?
Nachdem die Menschen den “E.T.“s ordentlich in den Arsch getreten haben?

Ich war überrascht – wenn auch nicht negativ, denn die Menschen sind anpassungsfähig. Sie gewöhnen sich schnell an neue Möglichkeiten und haben den Wissensdurst, diese immer weiter zu entwickeln.
Für diesen Film möchte ich nicht spoilern, also bleibt mir zur Handlung nur zu sagen: Vielen Dank!
Herr Emmerich hat richtig, richtig tief in die Independence Day-Kiste gegriffen und eine Fortsetzung erschaffen, die voller Liebe zum Detail dem alten Film huldigt (wäre auch besser, war ja schließlich auch von ihm gemacht) und in dem man sich, wie in einem alten Sessel, sehr schnell wieder wohlig gefühlt hat – bekannte Muster, neue Nebenhandlungen, nicht viel Schnickschnack, aber auch nicht zu viel Drama.

Manchmal dachte ich mir allerdings: Ich will das nicht! Ich möchte nicht, dass 20 Jahre später die Dinge so sind, wie sie hier dargestellt werden, sondern anders bitte! Ich wünsche mir, dass wir genau an dem Punkt anfangen, an dem der erste Film geendet hat!
Und dann wurde mir wieder klar: Das geht nicht. Nicht nur, dass die Schauspieler natürlich zu alt dafür sind, wieder ihre 30-/40-jährigen Charaktere zu spielen (sachlich gesehen) – es ist nun einmal so, dass das Leben nicht immer so spielt, wie man es gerne hätte. Das ist etwas, dessen sich Emmerich zwar nur in Teilen annimmt, aber er tut es. Also kein anhaltendes Friede-Freude-Eierkuchen. That’s life.

Schade, dass Will Smith nicht mit gespielt hat? Ja. Fehlte er dem Film? Hell, no.
Er ist gut und er war gut im ersten Film, aber Roland Emmerich wusste, wie er ihn “ersetzen” konnte. Wie er die große Lücke füllen konnte.

Und am Ende des Tages war da immer noch mein Präsident Whitmore (Bill Pullman) und Dr. Levinson (Jeff Goldblum). Und natürlich Liam Hemsworth (was für die Augen) und Brent Spiner (etwas für die Lachmuskeln).

3D? Ja, die Effekte waren gut. Es war nicht übertrieben oder dramatisch sondern einfach gut eingesetzt. Seit langem habe ich mich mal wieder bei 1-2 Szenen erschrocken, wie gut 3D funktioniert (waah, ein Alien!) ;-)

Mein Fazit? Für mich war der Film super. Ich würde sagen, dass alle, die den ersten Teil gerne gesehen haben, den zweiten Teil auch sehr gut finden werden und alle, die mit dem Ersten schon nichts anfangen konnten, diesen hier auch eher mäßig finden werden.
Mein Tipp: Zuerst Independence Day anschauen – so versteht man viele Hinweise und Witze im zweiten Teil besser.
Pro-Tipp: Ein paar Jahre Zeit zwischen dem ersten und dem zweiten Teil lassen – 20 sollten reichen ;-)

Definitiv werden wir ihn auf Blu-ray kaufen! Eventuell sogar auf 3D-Blu-ray.

Für die Statistik (Mittwoch, Düsseldorf, iSense, Vorpremiere):
Gesamt-Besucherzahl: ca. 550
Bis das Licht anging saßen noch: ca. 450
Am Ende des Abspanns saßen noch: 7

Fun Fact: Am Ende hat das Publikum applaudiert. Ich auch.

One thought on “Independence Day: Wiederkehr – 20 Jahre später

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