Bourne. Jason Bourne. Ach nee…

Jason Bourne (oder wie er auch immer heißt) ist einer der Agenten, die unsere Kinoleinwand beherrschen. James Bond, Ethan Hunt und eben Jason Bourne. 2002 fing es an, Die Bourne Identität, mit Matt Damon und Franka PotenteJulia Stiles spielte auch damals schon mit. Der “blutjunge” Matt Damon, damals süße 32 Jahre alt, hat den getriebenen Mann gespielt, den Agenten, der nicht mehr weiß, dass er ein Agent ist, aber merkt, dass er Fähigkeiten hat – und Instinkte.

3 Filme später, einer davon ohne Matt Damon, was gibt es da noch zu erzählen? Gibt es etwas Neues? Wissen wir nicht schon alles über Jason Bourne?

Offensichtlich nicht – zumindest ein paar Bröckchen werden uns hingeworfen, neue Informationen, neue Rückblenden und neue Erinnerungen. Dass Jason Bourne nicht Jason Bourne ist, wussten wir ja schon etwas länger – dass aber noch mehr dahintersteckt, als geahnt, das wird uns hier als “Knochen” hingeworfen.

Richtig zubeißen können wir aber nicht, dafür gibt es zu viele andere Handlungsstränge und man wird wie an einer Leine zurückgehalten, als ob diese Informationen noch in einem zweiten Film verwertet werden sollen.

Ich hatte bei diesem Film das Gefühl, dass ich auch bei dem dritten Film der Tribute von Panem-Reihe hatte. Ein Lückenfüller. Ein gut gemachter Lückenfüller, aber dennoch irgendwie nicht mehr. Er soll vorbereiten, soll einen am Steak schnuppern lassen, es erahnen, aber irgendwie hat mich der Film unbefriedigt zurückgelassen.

Total befriedigend fand ich hingegen die Darstellung von Matt Damon und von meiner persönlichen Überraschung Alicia Vikander – sie hat es geschafft, nicht ein einziges Mal zu lächeln und hat die perfekte aufstrebende Agentin gespielt, ich bin sehr beeindruckt. Offensichtlich hat sie ihren Oscar nicht umsonst gewonnen, sondern sehr berechtigt.

Ich hoffe und bete, dass es einen nächsten Bourne-Film gibt, denn dieser Film war “nicht Fisch und nicht Fleisch”, auch wenn er solide und gut war, war er doch gefühlt nur ein Zwischenstück.

Gott sei dank nicht in 3D. Das wäre nicht passend gewesen für diesen Film.

Für die Statistik (Samstag, Düsseldorf, iSense):
Gesamt-Besucherzahl: ca. 450
Bis das Licht anging saßen noch: ca. 350
Am Ende des Abspanns saßen noch: n/a (<12)

Who you gonna call??

Ghostbusters!! When there’s something strange in your neighborhood….

Noch ein Remake. Wieder wird ein Klassiker, ein Film, mit dem ich groß geworden bin, neu verfilmt. Gut? Schlecht? Besser? Schlechter?

Fest steht, dass ein großer Aufschrei durch das Internet ging, als es hieß: Ghostbusters wird neu verfilmt. Der zweite Aufschrei passierte, als feststand, dass die “neuen” Ghostbuster weiblich sind. Oh. Mein. Gott. Revolution! Demonstration! Das geht doch nicht! Oder geht es doch?

Ich bin (wieder einmal) mit relativ niedrigen Erwartungen in den Film gegangen, der letzte von uns gesehene Film mit Melissa McCarthy war für meinen Geschmack ein wenig überdreht – der Humor war speziell. Ich hatte Angst, dass es in diesem Film wieder so würde. Meine Angst war jedoch unbegründet.

Die Ghostbuster sind 4 unglaublich starke, selbständige und mutige Frauen. Sie setzen sich durch – gegen die “Obrigkeit”, die ihnen nicht glaubt (oder doch?). Gegen die Neider und vor allem: sie setzen sich ein. Füreinander, miteinander, für das Richtige.
Die Story ist irgendwie witzig – es ist nicht das anspruchsvollste Thema, auch wenn sich viele Parallelen zur heutigen Welt finden lassen, ist die Geschichte doch eher eine sanfte Unterhaltung und kein grundtiefes Motto, das einen mit einem Lebensratschlag zurücklässt. Aber gut, das war der erste Film ja auch schon nicht.

Also… Frauen. Eigentlich ist es egal, ob es Frauen sind oder Männer. Es geht um 4 Persönlichkeiten, die zusammenkommen, die eine Gemeinsamkeit finden, den einen Schnittpunkt, der sie alle verbindet, und dann gemeinsam die Welt retten. Geschichten, die für Held(inn)en geschrieben sind.
Ich finde dennoch gut, dass es (dieses Mal) Frauen sind. Die Männer hatten ihre Chance im ersten (und zweiten) Film. Und wären es Männer gewesen, hätte man die ganzen schamlosen, herzallerliebsten Chris-“Kevin”-Hemsworth-Witze nicht machen können (schon witzig, wäre es anders herum gewesen, ständen die emanzipierten Frauen direkt für eine Demo vor der Tür – aber wenn Frauen solche Witze über Männer machen? Kein Thema.) Ich habe mir den Arsch abgelacht und wurde köstlich unterhalten, vor allem dank dieser Witze.

Die Auswahl der Schauspielerinnen war wirklich ein Treffer. Melissa McCarthy zeigt ihre Schokoladenseite – leicht verrückt, sehr witzig und nicht ganz so überdreht -, Kristen Wiig überzeugte mich als “seriöse” Wissenschaftlerin und Leslie Jones rundet diesen Eisbecher mit ihrer überdrehten, selbstbewussten Art perfekt ab.
Die Sahne auf meinem persönlichen Eisbecher ist Kate McKinnon – ich hatte streckenweise das Gefühl, dass sie nicht groß spielen musste, um diese verrückte, großartige Ingenieurin zu spielen. Sie ist für mich die Person gewesen, auf die ich am zweitmeisten geachtet habe.
Denn am meisten, es ist nun einmal so, habe ich auf die Kirsche geschaut: Chris Hemsworth. Er ist nunmal eine Sahneschnitte, das ist zwar Geschmackssache, aber wer das nicht sieht… Abgesehen von seinem guten Aussehen hat er den Film abgerundet. Hat die Witze auf sich genommen, mit seinem guten Aussehen (auch in der Handlung) einfach über die Fehler seiner Figur hinweg gelächelt.

*seufz*

Okay, zurück zum Wesentlichen: Ich fand den Film richtig gut. Er war würdig und hat richtig, richtig Spaß gemacht.
Auf der Habenseite ist zudem eine echte Überraschung: Der super umgesetzte 3D-Effekt. Nach langer Zeit habe ich mich mal wieder erschrocken, als plötzlich etwas auf das Publikum zukam – ich bin sogar ausgewichen, und das will was heißen.

Ich freue mich, dass er so geworden ist und werde ihn mir nochmal anschauen, wenn er im Streaming verfügbar ist.

Für die Statistik (Freitag, Düsseldorf, Kino 8):
Gesamt-Besucherzahl: ca. 35
Bis das Licht anging saßen noch: ca. 35 (das Licht ging direkt an)
Am Ende des Abspanns saßen noch: 2

Hinweis: Bitte, bitte sitzen bleiben!! Es gibt bis zum Ende lustige Szenen, “Outtakes” und am Ende noch eine kleine Überraschung!

Suicide Squad 3D – Selbstmordkommando “Schlecht gegen Böse”

Bei einem Kurztrip nach Holland konnten wir natürlich nicht anders, als das Kinoprogramm zu studieren. Das nette am “Nachbar-Ausland” ist, dass die meisten Filme nicht synchronisiert sondern in der Originalvertonung gezeigt werden. Durch diesen Umstand sind nur wenige Kilometer von uns entfernt oftmals bereits Filme im Kino, die in Deutschland erst Wochen später anlaufen. So auch Suicide Squad.

Normalerweise schaue ich Filme gerne zuerst auf Deutsch und wenn ich sie mag (räusper, räusper) auch noch einmal auf Englisch, so weiß ich, worum es geht, und mir entgeht kein (eventuell wichtiges) Detail der Handlung. Da wir aber im Kurzurlaub waren und wir eh schon Karten für diesen Film mit der deutschen Synchronisation haben, haben wir uns entschlossen, Suicide Squad zu schauen.

Ich hatte relativ niedrige Erwartungen, denn ich bin eigentlich kein Fan vom Joker, die Darstellung war mir bisher immer zu düster und nicht nach meinem Geschmack. Darüber hinaus kenne ich die Figuren nicht, anders als zum Beispiel Thor oder Iron Man, die mir auch vor den Filmen schon ein Begriff waren, sagten mir die ganzen SuperheldenSpitznamen nichts.

Dementsprechend fing der Film super für mich an: Die Charaktere wurden vorgestellt, eingeführt, kleine Geschichten wurden erzählt, wer sie sind und warum sie jetzt da sind, wo sie sind. Im Knast. Und die wichtigste Geschichte von allen: Warum sie “frei”kommen und wer oder was dieses “Böse” ist, das es zu bekämpfen gilt.

Die Storyline hat es sich nicht leicht gemacht. Damit meine ich nicht, dass sie schwierig (= anspruchsvoll) oder nicht gut wäre, sondern eher, dass es kein reines Gut, kein reines Böse und erst recht kein reines Richtig oder Falsch gibt. Was bleibt einem also manchmal übrig, als das zu tun, was man einfach am Besten kann?
So ist es in diesem Film – dass das selbsternannte Selbstmordkommando am Ende das vielleicht Richtige tut, liegt daran, dass es das ist, was sie gut können. Und das macht den Film wirklich sympathisch. Er versucht nicht, so zu tun, als wären sie die Avenger oder als wären sie plötzlich die Guten, nur weil sie etwas noch Böseres bekämpfen. Das mag ich.

Die Besetzung ist gut gewählt, die vielbesprochenen “Stars” Will Smith, Jared Leto und Margot Robbie dominieren den Film und führen ihn ein wenig. Beeindruckt hat mich allerdings Cara Delevingne, die meines Erachtens in diesem Film eine ziemlich gute Leistung hingelegt hat – ich für meinen Teil habe ihr die Rolle total abgenommen. Und über den Auftritt von Batman war ich positiv überrascht. :-)

Es gab genug Action, genug Ernsthaftigkeit, ein paar süße Witze, ein paar Sticheleien und eine Story, die so ein bisschen zu viel Fantasy beinhaltet. Viele Szenen haben mich an andere Filme erinnert – Independence Day, Ghostbusters, Avengers… Es ist natürlich nicht einfach, einen Film dieser Art komplett ohne äußere Einflüsse zu erstellen, aber einen Versuch war es wert.

Den Film auf englisch zu schauen, war für mich in Ordnung, ich habe alles (wichtige) verstanden und bis auf einen Herrn mit großartigem schottischen Dialekt haben auch alle relativ deutlich gesprochen. Ich freue mich dennoch auf jeden Fall, den Film noch einmal auf Deutsch zu sehen und dann wirklich alles zu verstehen.

3D? Ja, war okay. Ich habe kaum noch Erwartungen an 3D, daher war es nett, aber sicherlich nicht notwendig, auch wenn es ein paar nette Effekte gab.

Für die Statistik (Dienstag, Den Haag, Pathé, Kinosaal 4/IMAX):
Gesamt-Besucherzahl: ca. 70
Bis das Licht anging saßen noch: ca. 70 (das Licht ging fast sofort an)
Am Ende des Abspanns saßen noch: ca. 4

Fun facts:
Der Saal war sehr, sehr steil – so war es angenehm, wenn man jemanden vor sich sitzen hatte, da man dessen Kopf dann nicht direkt vor sich hatte.
Die Kinokarten mussten wir bezahlen (total ungewohnt) – 31€ für 2 Erwachsene, inkl. IMAX-3D-Brillen.
Die Pathé-Kinos in den Niederlanden bieten ebenfalls eine Art Kino-Flatrate an (Pathé Unlimited) für 19 bzw. 26€ pro Monat, je nachdem, ob man die 3D/IMAX-Aufschläge inkludiert haben möchte. Je nachdem ist auch ein 10% oder 25%-Rabatt auf den Verzehr mit dabei.

Gelesene Bücher LI (Juli 2016)

Derzeit lese ich:
Sauerkrautkoma (Rita Falk) – Krimi (Hörbuch)
Dein Wille geschehe (Michael Robotham) – Thriller (Taschenbuch)

Gelesen im Juli 2016:
Secrets on the Sand (Roxanne St. Claire) – Roman (Englisch) – 4
Bedding the wrong brother (Virna DePaul) – Roman (Englisch) – 6
Kiss a Girl in the Rain (Nancy Warren) – Roman (Englisch) – 6
The Billionaire’s Counterfeit Girlfriend (The Pryce Family) (Nadia Lee) – Roman (Englisch) – 6+
Ready to fall (Daisy Prescott) – Roman (Englisch) – 6+
Rache verjährt nicht (Reginald Hill) – Krimi (Taschenbuch) – 7+
und 2 Romane (englisch)

Gelesen im Juni 2016:
Es muss wohl an dir liegen (Mhairi McFarlane) – Roman (Taschenbuch) – 4
Corporate Husband (Beverly Farr) – Roman (Englisch) – 7+
Nacht im Central Park (Guillaume Musso) – Roman (Taschenbuch) – 7
Wirst du da sein? (Guillaume Musso) – Roman – 7
Nachricht von dir (Guillaume Musso) – Roman (Taschenbuch) – 7+

Gelesen im Mai 2016:
– Buchpause –
Dafür: Gehört: Anna Faris ist unqualified (Podcast); Gesehen: Star Trek: Raumschiff Voyager (Staffel 1+2); Besucht: FedCon 25

Gelesen im April 2016:
Cupido (Jilliane Hoffman) – Thriller (Taschenbuch) – 8
12 Stunden Angst (Greg Isles) – Thriller (Taschenbuch) – 7+
Das Urteil (John Grisham) – Thriller (Taschenbuch) – 8

Gelesen im März 2016:
Kein Lebenszeichen (Harlan Coben) – Krimi (Hörbuch) – 3 (als Hörbuch nicht so gut, werde ich nochmal als Buch irgendwann lesen)
Grießnockerlaffäre (Rita Falk) – Krimi (Hörbuch) – 7-
Dinner für Drei (Susan Elizabeth Phillips) – Roman (Taschenbuch) – 5+
Schweinskopf al dente (Rita Falk) – Krimi (Hörbuch) – 7

Gelesen im Februar 2016:
Finderlohn (Stephen King) – Thriller (Hardcover) – 6+
Dampfnudelblues (Rita Falk) – Krimi (Hörbuch) – 7+
Winterkartoffelknödel (Rita Falk) – Krimi (Hörbuch) – 8
Cry Baby (Gillian Flynn) – Thriller (Taschenbuch) – 7+
Im Tal des Fuchses (Charlotte Link) – Thriller – 6+

Gelesen im Januar 2016:
Dornenmädchen (Karen Rose) – Thriller (Broschiert) – 8+
Die Menschen, die es nicht verdienen (Hjorth/Rosenfeldt) – Krimi – 7
Asterix 36: Der Papyrus des Cäsar (Ferri/Conrad) – Comic – 7+

Noten: 0 = “die Minuten meines Lebens bekomme ich nie wieder” bis 10 = “genial, fesselnd, perfekt”