Baywatch – Sonne, Strand, Meer und viele Sprüche

Baywatch, die Serie mit David Hasselhoff und Pamela Anderson aus den 90er Jahren war ja fast schon überfällig für ein Remake oder einen Kinofilm – es fehlte eigentlich nur der richtige Mitch Buchannon. Mit Dwayne Johnson haben sie ihn offensichtlich gefunden, so dass wir das zweifelhafte Vergnügen hatten, uns den Film letztes Wochenende anzuschauen.

Es ist sein Strand, es sind seine Strandbesucher und Probleme am Strand nimmt er ziemlich persönlich. Mitch Buchannon ist das Alpha-Tier hier bei der Baywatch im Turm 1, das wird in den ersten Minuten klar. Was aber auch klar wird, dass dieser Film kein einfaches Remake der Serie ist, sondern das ganze ein wenig weiter treibt: Wenig Slo-Mo-Laufen, dennoch nicht weniger Hintern und freigelegte Dekolletés bzw. männliche Brüste als in der Serie. Dafür mehr Sprüche. Sehr viel mehr Sprüche. Gute Sprüche, flache Sprüche, peinliche Sprüche, witzige Sprüche, unpassende Sprüche. Ich glaube, sie haben ein Spruchbuch geöffnet und schon hatten sie das halbe Drehbuch.

Dass Dwayne Johnson kein Oscar-Kandidat ist, ist nicht schlimm, denn darauf hat es der Film auch gar nicht angelegt. Er ist ein guter (und heißer – People’s Sexiest man of the year 2016) Schauspieler und hat ein paar witzige/gute Kolleginnen und Kollegen an die Seite gestellt bekommen, allen voran gut gebaut und ebenfalls witzig, Zac Efron.
In der Rolle der C.J. Parker (in der Serie von Pamela Anderson verkörpert) spielt Kelly Rohrbach mit – ich würde sie ebenfalls nicht als herausragend bezeichnen, aber sie macht es ganz gut.
Am Besten fand ich Alexandra Daddario, die mich auch schon in Percy Jackson überzeugen konnte (hat die Frau blaue Augen!).

Baywatch ist witzig, manchmal ein bisschen “drüber” und ab und an sogar ziemlich “drüber”. Ich fand es einen witzigen Abend mit einem mittel-spannenden Film – wir kaufen ihn definitiv nicht und ob wir ihn uns nochmal ansehen, kann ich noch nicht sagen – aktuell eher nicht.

Für die Statistik (Freitag, Düsseldorf, Kino 4, 2. Spielwoche):
Gesamt-Besucherzahl: ca. 280
Bis das Licht anging saßen noch: ca. 280 (das Licht ging direkt an)
Am Ende des Abspanns saßen noch: 5

Guardians of the Galaxy – Vol. 2 – Meeeeggaaaaaa!!

Der erste Film von Guardians of the Galaxy war ein Fest – so witzig, so actionreich und auch ein bisschen unter der Gürtellinie, genau unser Ding!

Natürlich sind wir schon vor langer Zeit auf den Marvel Cinematic Universe-töff töffZug aufgesprungen und jetzt wieder abzuspringen, ist nicht so leicht – will man doch wissen, wie am Ende alles zusammenführt und warum Dinge manchmal so sind wie sie sind.

Guardians of the Galaxy Vol. 2 hat auf jeden Fall zu Aufklärung beigetragen, aber auch noch ein paar Fragezeichen (für die weiteren Filme) offen gelassen. Es knüpft ziemlich genau am Ende des ersten Filmes an, es sind lediglich ein paar Tage oder Wochen vergangen. Nach einem kurzen Blick zurück (ähnlich Iron Man 3, in dem am Anfang Guy Pearce‘ Charakter und seine Historie vorgestellt wurde), werden wir in eine Kampf-Situation der Guardians geschmissen, die wieder einmal unnachahmlich choreographiert und gedreht ist – ich fühlte mich direkt wieder heimisch in diesem Universum, das mich so sehr an Star Trek erinnert.

Ich könnte gar nicht richtig spoilern, denn in diesem Film gibt es so viel, das passiert und so viel, das aus kleinen Nuancen besteht, dass ich stundenlang schreiben könnte und dennoch nicht alles erzählt hätte. Sehr liebevoll also und detailreich.

Daher versuche ich mich darauf zu beschränken, was der Film aussagt: Das Freundschaft manchmal Familie sein kann und das manche Dinge direkt vor der Nase liegen, nach denen man lange vergebens suchte.
Wieder versucht Marvel, eine Botschaft zu übermitteln, das Versprechen, dass es gut werden kann, wenn man sich richtig verhält – und Ehrenhaft. Das schließt nicht aus, dass man mal ein paar Batterien stiehlt und dennoch wieder zu seiner Familie zurückkehren kann.

Den vermutlich härtesten Job hatte Vin Diesel, der sich wieder einmal auf “Ich bin Groot” beschränken musste. ;-) Dennoch möchte ich noch einmal meine Fan-Liebe für Chris Pratt hervorheben – der Mann ist einfach (und das sagte James Gunn ganz richtig in seiner Rede für den Stern auf dem Walk of Fame für Chris Pratt) der geborene Filmstar. Er ist der Mainstream-Filmstar unserer Generation, füllt die Kassen und hat einfach eine Aura an sich, die einen Film zu etwas besonderem macht.
Wenn man dies dann noch ergänzt um die Powerfrau (erwähnte ich schonmal, ich weiß) Zoe Saldana, den Muskelbepackten Dave Bautista, der seine Rolle so großartig spielt, dass man wirklich glaubt, er sei so und dann noch Kurt Russell – dann hat man in der Besetzung wirklich eine rundum gelungene Mischung, die sich perfekt ergänzt.

Wir waren wieder einmal begeistert und freuen uns, wenn der Film auf Blu-ray erscheint, den würden wir uns in der Tat holen. Auch 3D ist hier eine gute Investition.

Für die Statistik (Montag, Düsseldorf, iSense, Mittagszeit, 1. Spielwoche, Feiertag):
Gesamt-Besucherzahl: ca. 450
Bis das Licht anging saßen noch: ca. 400 (das Licht ging nach der 2. Post-Credit-Szene an)
Am Ende des Abspanns saßen noch: n/a

Achja: Es ist ein MARVEL-Film, das bedeutet es gibt Post-Credit-Szenen (Mehrzahl!). Das heißt, wer vorher geht, verpasst wichtige Hinweise und durchaus noch ein paar Lacher!

Abgang mit Stil – Staraufgebot vom Feinsten

Zach Braff‘s (bekannt aus Scrubs) neuester Film hält ein paar der Elite-Schauspieler des alten Schlages vor: Morgan Freeman, Michael Caine, Alan Arkin und Christopher Lloyd. Die Jugend ist aber auch vertreten mit Matt Dillon, Joey King (White House Down/Independence Day: Resurgence) und John Ortiz.
Dennoch waren meine Erwartungen nicht so richtig hoch, die Geschichte ein paar älterer Herren, die eine Bank ausrauben wollen, kann ganz unterschiedlich gezeichnet werden.

Wir fanden uns wieder in einem Film, der am Anfang schwer Fahrt aufnimmt aber dann ab der Hälfte gut unterhält, witzig und gleichzeitig spannend ist.
Die Figuren sind sehr schön porträtiert und vermutlich näher am Leben als es andere Filme können.

Durch die großartigen Schauspieler fällt es leicht, den Film zu mögen und sich mit den “Bösewichten” zu identifizieren.

Der Film ist etwas für jeden, der Ocean's Eleven mochte und der leichte, gute Unterhaltung möchte.

Bei uns wird er, obwohl es uns durchaus gefallen hat, nicht auf DVD einziehen.

Für die Statistik (Sonntag, Düsseldorf, Kino 3, Mittagszeit, 1. Spielwoche):
Gesamt-Besucherzahl: ca. 30
Bis das Licht anging saßen noch: 7
Am Ende des Abspanns saßen noch: 2

Saban’s Power Rangers: Go Go Power Rangers!

Meine Serien der 90er waren Sailor Moon, Buffy, Darkwing Duck, Full House, Hör mal, wer da hämmert, Kommissar Rex, Seven Days - Das Tor zur Zeit, Der Prinz von Bel-Air, Roswell und natürlich auch Power Rangers (ich habe definitiv eine Menge vergessen, ich war schon immer ein TV-Junkie).

Die Serie Mighty Morphin Power Rangers war typisch Amerikanisch-Japanisch mit Hochhaus-großen Ungeheuern, die es zu bekämpfen galt. Am meisten im Gedächtnis geblieben sind mir hier die Voll-Masken mit der geschlossenen Mundpartie und die typisch asiatischen Kampf-/Sprachgesten, wenn die Rüstungen angelegt waren.

Eine Art Remake bzw. Neuauflage der Serie in Film-form ist also… interessant. In diesem Fall ist das Wort allerdings positiv auszulegen, denn das Remake hat sich aller Eigenschaften der Serie angenommen und es in das Jahr 2017 gebracht.

Nach einem tollen Einstieg wird in einer Art “The Breakfast Club“-Manier die Geschichte einer handvoll Jugendlicher erzählt, die eigentlich nichts gemeinsam haben, aber offensichtlich auserwählt werden, die Welt zu beschützen. Um die Welt allerdings zu beschützen, müssen sie über sich hinaus wachsen und ein richtiges Team werden. Ganz wie Onkel Ben schon Spiderman sagte: “Aus großer Macht folgt große Verantwortung.”

Ich möchte auch hier nicht zu viel spoilern, denn in der Tat hat der Film keine überraschende oder andere Handlung, als man sie auch aus der Serie kennt. Allerdings kann ich etwas zu den Schauspielern sagen: Sie sind allesamt großartig ausgewählt. Ganz besonders beeindruckt hat mich der Zach Efron-Verschnitt Dacre Montgomery, der wirklich für sein Alter eine sehr gute Figur gemacht hat. (Er soll auch in der zweiten Staffel der Erfolgsserie Stranger Things mitspielen – es ist also noch viel von ihm zu erwarten.)
Etwas enttäuscht waren wir von Elizabeth Banks. Sie ist eine tolle Schauspielerin und eigentlich sind wir von ihrem Talent verwöhnt; hier hatten wir aber nicht das Gefühl, dass sie sich wohlfühlt bzw. richtig im Film ist. Dennoch war sie immer noch besser als viele andere Schauspieler und daher bekommt sie hier den Joker und wir sprechen nicht mehr darüber. ;-)

Für wen ist dieser Film etwas? Jeder, der ein kleines Japan-Faible hat oder sich für Team-Kämpfer interessiert oder der die Serie damals nicht ganz doof fand, könnte durchaus Spaß an dem Film haben. Auch für Science-Fiction-Fans könnte ein wenig dabei sein. Alle anderen sollten akzeptieren, dass es den Film gibt und müssen ihn nicht anschauen. Ansonsten: Go Go Power Rangers!!

Ich freue mich jedenfalls auf einen zweiten Film!

Für die Statistik (Samstag, Düsseldorf, Kino 9):
Gesamt-Besucherzahl: ca. 100
Bis das Licht anging saßen noch: ca. 100 (das Licht ging direkt an)
Am Ende des Abspanns saßen noch: 5

Kong: Skull Island 3D – super Mischung, Gänsehaut!

Noch so ein Godzilla-Film? Gut, King Kong – auch nicht besser. Und dann “Skull Island”? Da kommen keine guten Erinnerungen hoch, von Filmen, die sich in Gruseligkeit versucht, aber es einfach nicht geschafft haben.
Auf der Suche nach einem möglichen Film am Sonntagmittag sind wir dennoch bei Kong: Skull Island in 3D gelandet – ein guter Kompromiss, immerhin hätte ich mit Tom Hiddleston und Brie Larson zur Not etwas fürs Auge gehabt.

Aber der Film hatte mich schon von Anfang an: Zwei Kriegs-Flugzeuge stranden auf Skull Island und die Piloten bekämpfen sich, bis sie auf Kong stoßen. Einem riesigen, riesigen Affen. Toll umgesetzter Sprung in das Jahr 1973, mitten in den Vietnam-Krieg und mehr möchte ich nicht spoilern.

Von Anfang an ist mir die Liebe aufgefallen, mit der dieser Film entstanden ist – Szenenübergänge, Musikauswahl, Kamerapositionen… Dieser Film ist so in sich stimmig, dass einem die paar kleinen Haare in der Suppe gar nicht auffallen bzw. zumindest nicht groß stören.

Spannung von Anfang an, gepaart mit einer tollen Charakter-Vorstellung, fesseln einen an den (gepolsterten) Stuhl und machen Lust auf den Film. Man wird begleitet von Wut, Hass, Liebe, Gänsehaut und Ungläubigkeit – natürlich auch ein bisschen Ekel und Horror/Schreck – der Film ist ein Wechselbad der Gefühle und das hat mich nicht einmal auf die Uhr schauen sehen!

Auch taucht Kong von Anfang an auf und ist nicht wie in den Godzilla-Filmen oder anderen Horror-Filmen erst in der zweiten Hälfte oder am Ende zu sehen. Das macht den Film wiederum besser.

Abgerundet wird der Film durch die wirklich wirklich perfekte Auswahl der Schauspieler – Hiddleston, Larson (lieben wir seit Taras Welten), Goodman, Reilly, Jackson – alles hochkarätige Schauspieler, von denen jeder seinen Platz in der Welt dieses Filmes bekommt und die sich großartig ergänzen und gefühlt auch das Beste auseinander rausholen.

Man merkt offensichtlich, dass mir der Film richtig gut gefallen hat. Trotz ein paar grenzwertigen (Horror-)Szenen, bei denen ich wegschauen musste, weil ich Grusel nicht so gut abkann, würde ich mir den Film gerne noch einmal anschauen!
Es kann daher auch sein, dass er auf Blu-ray bei uns im Schrank landet. In 3D aber vermutlich nicht, denn auch hier war es nett, aber hat mich nicht vom Hocker gehauen.

Für die Statistik (Sonntag, Düsseldorf, Kino 5, 2. Spielwoche):
Gesamt-Besucherzahl: ca. 100
Bis das Licht anging saßen noch: ca. 100 (das Licht ging direkt an)
Am Ende des Abspanns saßen noch: 7

Übrigens: Man sollte bis zum Ende sitzen bleiben, wenn einem der Film gefallen hat!!

John Wick: Kapitel 2 – irgendwie… schlecht.

Vor ein paar Wochen schon waren wir im zweiten Kapitel von John Wick. Keanu Reeves, Action und viele schöne Autos – das sollte eigentlich ein tolles Rezept für John Wick: Kapitel 2 sein.

Eigentlich. Denn nach der Hälfte des Filmes haben wir uns gefragt, was das eigentlich soll. War der erste Film noch eine Hommage an die guten alten Action-Filme mit ordentlichen Kämpfen und einem roten Faden, gab es dieses Mal nur noch Kämpfe und keinen roten Faden mehr.
Gefühlt eine Mischung aus Assassins Creed, Inferno und Jack Reacher mit Kingsman wurde hier aus jedem Film das Beste genommen und zu einer Mischung zusammengefügt, die leider überhaupt nicht mehr funktionierte.

Es fällt mir unglaublich schwer, zu diesem Film etwas zu schreiben, denn obwohl der tolle Kämpfe hatte, hat für mich der komplette Hintergrund nicht mehr gepasst. Das war nicht der Film, für den ich ins Kino gegangen bin.

Highlight: Keanu Reeves.
Lowlight: Ein vollkommen demolierter Ford 1969 Mustang, an dem nur noch das Handschuhfach funktionierte.

Ich bin immer noch von dem Film enttäuscht und muss mir eingestehen, dass ich nicht mehr aufgrund eines Schauspielers ins Kino gehen darf. Obwohl ich bei Keanu Reeves vermutlich auch das nächste Mal wieder eine Ausnahme mache. *seufzer*

Alles in allem haben wir entschlossen, diesen Tag zu streichen – der Rest des Tages war auch nicht so pralle.

Keine Statistik dieses Mal.

LEGO Batman Movie

Batman – der dunkle Kämpfer gegen das Böse. Durch die Kooperation zwischen DC Comics und LEGO gibt es schon seit Jahren diverses LEGO-Spielzeug der Superhelden und Superbösewichte.

Durch den aktuellen Superhelden-Wahnsinn, der sich im Kino abspielt, war es nur eine Frage der Zeit, bis auch so ein Film wie Batman eine Auflage als LEGO-Film erhält.
Durch den LEGO Film The LEGO Movie im Jahr 2014 konnte man einen guten Eindruck von einem LEGO Batman-Film erhalten. Auch in dem Film hatte Batman eine Rolle gespielt.

Batman, Rächer der Enterbten… äh, nee… Batman, der einsame Kämpfer. Ja, das trifft es eher. Obwohl… Batman, der mega-coole einsame Kämpfer. Vielleicht gefiele ihm das besser, ja.
Immerhin ist er mega-cool. Aber leider auch einsam. Das würde er natürlich nie zugeben, denn sein bester Buddy Bruce Wayne wohnt ja bei ihm und die beiden machen ziemlich viel zusammen… Sagt Batman zumindest.

Wie Robin und Batman zueinander finden, was Batgirl mit der ganzen Sache zu tun hat und ob der Joker jetzt wirklich Batmans größter Feind ist, das verrät einem der Film auf eine unglaublich humoristische Art und Weise. Also so richtig ‘dunkel’ ist in dem Film nicht angesagt, entgegen Batmans Ruf. Er kann halt doch nicht ganz ohne Freunde und Familie die ganzen Bösen besiegen, die plötzlich auftauchen.

Tolle Musikzusammenstellungen, witzige Dialoge und ziemlich viel Action machen diesen Film aus und haben mich großartig unterhalten!

3D war nett und sicherlich auch bemerkbar, aber wieder einmal nicht notwendig für mich.

Für die Statistik (Samstag, Düsseldorf, Kino 8, 1. Spielwoche):
Gesamt-Besucherzahl: ca. 80
Bis das Licht anging saßen noch: ca. 80
Am Ende des Abspanns saßen noch: 4

Hidden Figures – die wahren Genies bei der NASA

In einer Zeit, als es noch die Rassentrennung gab und noch keine Rechenmaschinen (aka Computer) mussten Berechnungen von Hand gemacht werden. Meistens von weißen Händen, aber auch unter dunkelhäutigen Menschen fanden sich in den 60er Jahren natürlich schon Genies. Einige davon haben Mathematik studiert und die NASA hat die Fähigsten als “Computers” eingestellt. “Coloured Computers” versteht sich.

In den 60er und 70er Jahren ist die NASA sehr beschäftigt. Es gilt, die Russen zu schlagen im Wettkampf um den ersten Menschen im Weltall, den ersten Menschen in der Erd-Umlaufbahn und den ersten Menschen auf dem Mond. Die NASA kann jeden klugen Kopf gebrauchen, den sie kriegen kann – und da sollte man meinen, dass es egal ist, welche Hautfarbe dieser Kopf hat.

Leider ist es eine Zeit, in der die Rassentrennung noch sehr stark gelebt wird in den Vereinigten Staaten. Gott sei dank ist es eine Zeit, in der es dennoch Menschen gibt, die eine andere Einstellung haben und keine Vorurteile.

Erzählt wird in Hidden Figures die Geschichte von drei Freundinnen, die von der NASA als “Coloured Computers” eingestellt wurden und nicht nur nicht auf den Kopf gefallen sind, sondern es ‘wagen’, sich zu behaupten.

Ich möchte hier nicht zu sehr spoilern – ist doch der Kern-Inhalt der NASA-Geschichte in genügend Geschichtsbüchern erzählt. Dennoch ist hier noch einmal speziell und sehr toll erzählt, wie die Frauen kämpfen müssen, um wahrgenommen zu werden. Um ernst genommen zu werden und welche Hindernisse ihnen in den Weg gelegt werden, nur weil sie eine andere Hautfarbe haben.

Taraji P. Henson, Octavia Spencer und Janelle Monáe sind das dreier-Dream-Team an der Spitze dieses Filmes. Starke Frauen, die sich selbst behaupten und Chancen nutzen, die sich ergeben – auch wenn hier vielleicht ein bisschen Interpretationsspielraum von nöten ist.

Direkt hinter den starken Frauen stehen Kevin Costner, Kirsten Dunst und Jim Parsons. Ebenfalls große Schauspieler, die eine großartige Ergänzung den Hauptdarstellerinnen sind.

Ich finde den Film wirklich gut gelungen, von der ersten Minute an hat man gespürt: Hier kommt ein echter, richtiger Hollywood-Film! Tolle Kameraführung, gute Übergänge, ich fühlte mich direkt im Film Willkommen und hereingezogen.

Das Buch zum Film gehört mir auch bereits und ich werde es mir definitiv durchlesen. Immerhin hat die Hauptfigur, Katherina Johnson, eine Presidential Medal of Freedom erhalten und wird nächstes Jahr 100 Jahre alt!

Den Film kann ich allen empfehlen, die Forrest Gump gut fanden oder sich für die Raumfahrt bzw. Wissenschaft interessieren.

Für die Statistik (Samstag, Düsseldorf, Kino 4, 1. Spielwoche):
Gesamt-Besucherzahl: ca. 310
Bis das Licht anging saßen noch: ca. 310
Am Ende des Abspanns saßen noch: n/a

Bob, der Streuner – ein Fest für Katzenliebhaber!

Bob ist inzwischen vermutlich eine der berühmtesten (realen) Katzen der Welt – immerhin gibt es schon vier Bücher über ihn und sein Herrchen, James Bowen, liebt ihn wie ein Kind.

Es war also nur eine Frage der Zeit, bis Bob seinen eigenen Kinofilm bekommt. Als Katzenliebhaber führte uns kein Weg an diesem Film vorbei!

Kurz zur Geschichte: Bob, der Streuner ist ein streunender Kater, der in James Haus einbricht, kurz nachdem dieser in das Methadon-Programm für ehemalige Drogenabhängige (wieder) aufgenommen wurde.
James findet den abgemagerten Kater und gibt ihm zu essen. Er sucht die Besitzer von “Bob”, wird aber nicht fündig. Da der Kater ihm auf Schritt und Tritt folgt, behält er ihn und lässt ihn kastrieren.
Was ist also das besondere an diesem Kater? Er ist unglaublich ruhig und zutraulich. James kann ihn mit einer Leine Gassi führen und lange Strecken auf der Schulter tragen. Bob liebt Menschen und jedes Mal, wenn er sich zu seinem oder auf sein Herrchen setzt, wenn dieser sein Geld als Straßenmusikant oder Zeitschriftenverkäufer (The Big Issue) verdient, zieht Bob die Menschen magisch an.

Dass das einen unglaublich schönen und gleichzeitig bewegenden Film ergeben kann, das ist mit dieser herzerwärmenden Geschichte klar.

Wir wurden nicht enttäuscht, sondern sogar noch positiv überrascht. Die Geschichte erzählt nicht nur die Geschichte von Bob und James, sondern erzählt auch die Sichtweise von Bob. Es gibt viele Filme, in denen ein Kater mitspielt. Aber in diesem Film spielt ein Kater mit. Er ist Hauptprotagonist und seine Sicht (buchstäblich) wird in diesem Film auch thematisiert.

Der Film ist ein Volltreffer für Katzenmenschen – mein Herz ging auf, wie wundervoll und ehrlich dieser Film war und wie treffend er die Mensch-Katze-Beziehung gezeigt hat. Aber auch darüber hinaus war es eine schöne Geschichte über den gescheiterten James, der einfach nur versucht, sein Leben wieder in geregelte Bahnen zu lenken.

Eine klare Empfehlung für alle Katzenliebhaber und für alle, die die (wahre) Geschichte eines Ex-Junkies interessiert.

Für die Statistik (Samstagmittag, Düsseldorf, Kino 6, 3. Spielwoche):
Gesamt-Besucherzahl: ca. 25
Bis das Licht anging saßen noch: ca. 25
Am Ende des Abspanns saßen noch: 4

Why him? – Typisches Schwiegervater-Schwiegersohn-Dilemma

James Franco und Bryan Cranston in einem Film – sogar noch einer Komödie, das verspricht doch einen guten Abend!

Ich habe mir ein bisschen was vom Trailer von Why him? versprochen – ein bisschen Slapstick, ein paar peinliche Situationen und allem voran natürlich einen hervorragend trainierten James Franco.
Einiges wurde eingehalten – es gab ein bisschen mehr Slapstick als ich erwartet hatte und auch der Humor war nicht ganz meiner.

Bryan Cranston ist wirklich ein erfahrener Schauspieler und James Franco, nicht ganz so erfahren, aber dafür ein bisschen besser als Cranston, spielt seine Rolle auch gut.
Als Nebenrollen haben Cedric the Entertainer und Megan Mullally einen guten Job abgeliefert.

Es fällt mir schwer, den Film zu beurteilen – ich hatte eigentlich etwas in Richtung Bad Moms erwartet und fand mich in der Mitte des Filmes gelangweilt mit den Augen rollend.

Es fehlte nicht am roten Faden, wenn man Fluchwörter so nennen kann, aber es kam mir alles so erzwungen vor. “Wir müssen jetzt witzig sein. LOS!” Nein, nicht mein Fall.

Achja, Szenen, die im Trailer vorkommen, sollten auch im Film vorkommen – man fühlt sich sonst leicht verar**ht.

Klare Empfehlung für alle, die auf American Pie abgefahren sind und Office Christmas Party lustig fanden.

Für die Statistik (Sonntag, Düsseldorf, Kino 6):
Gesamt-Besucherzahl: ca. 180
Bis das Licht anging saßen noch: ca. 150
Am Ende des Abspanns saßen noch: 6